Am 3. Juni 2026 fand im Musiksaal der Universität Vechta eine bedeutende Veranstaltung statt: die Verleihung der Förderpreise der Universitätsgesellschaft Vechta e.V. (UGV). Diese jährlich stattfindende Veranstaltung dient der Würdigung herausragender Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen, die einen direkten Transfer von Theorie in gesellschaftliche Praxis anstreben. Moderiert wurde das Event von Timo Fuchs aus dem Team Marketing und Kommunikation.
Die Preisvergabe stand im Zeichen des Theorie-Praxis-Transfers, der sich auf die Anwendbarkeit wissenschaftlicher Theorien in Handlungssituationen fokussiert. Der Vorsitzende der UGV, Bernd Meerpohl, hob in seiner Rede die Herausforderungen hervor, vor denen Studierende beim Schreiben ihrer wissenschaftlichen Arbeiten stehen. Außerdem betonte er die Rolle der UGV als Bindeglied zwischen der Region und dem Campus der Universität.
Prämiierte Arbeiten und deren Themen
Der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Christopher Osterhaus, unterstrich die Wichtigkeit des sozialen Kontexts in der Forschung und die Wertschätzung von wissenschaftlicher Arbeit. In drei moderierten Gesprächsrunden wurden die prämierten Arbeiten vorgestellt. Die Themen der diesjährigen Auszeichnungen lauteten:
- Jana Weber: Analyse zu „Systemsprengern“ in der Kinder- und Jugendhilfe
- Philipp Dorsten: Mechanismen moderner Desinformation im politischen Raum, Beispiel Donald Trump
- Dr. Gerrit Loth: Herausforderungen im barrierefreien Mathematikunterricht, Einsatz von Bodycams
Die Förderpreise 2026 wurden den folgenden Studierenden verliehen:
| Name | Arbeit | Preisgeld |
|---|---|---|
| Jana Weber, B.A. | „Systemsprenger*innen“ in der Kinder- und Jugendhilfe | 600 Euro |
| Amanda Schünemann, M.Ed. | „Evolution als Inhalt des Sachunterrichts“ | 300 Euro |
| Leonie Michalowski, M.Ed. | Inklusion in der Berufsorientierung | 300 Euro |
| Sina Meyer, M.Ed. | Leseförderung in der Grundschule | 300 Euro |
| Marina Hummel | Herausforderungen von fachfremden Musiklehrkräften | 150 Euro |
| Philipp Dorsten, M.Ed. | „Umgang mit Fake News“ in der politischen Bildung | 300 Euro |
| Gerrit Loth, Dr. phil. | „Barrierefreier Mathematikunterricht“ | 600 Euro |
| Carina Anna Kolkmeyer, Dr. phil. | „Zusammenhänge zwischen Kastrationsstatus und Hundeverhalten“ | 600 Euro |
Theorie-Praxis-Transfer in der Sozialen Arbeit
Die Bedeutung des Theorie-Praxis-Transfers wird nicht nur in akademischen Kreisen diskutiert. In der Sozialen Arbeit bezieht sich das Konzept auf die Übertragung von theoretischem Wissen in die Praxis und umgekehrt. Wichtige Aspekte sind dabei das Verhältnis von Theorie und Praxis, der Erwerb von Wissen sowie die didaktische Gestaltung von Hochschulbildung und praktischen Phasen. Laut socialnet.de ist der Theorie-Praxis-Transfer in der Sozialen Arbeit ein bedeutendes Thema, das derzeit noch fragmentiert diskutiert wird.
Die Hochschulen spielen eine zentrale Rolle bei der Qualifizierung von Fachkräften durch akademische Ausbildung und Weiterbildung. Eine systematische Erfassung des Theorie-Praxis-Transfers in der Sozialen Arbeit ist bislang nicht zu erkennen, was zukünftige Forschungsanstrengungen nötig macht, um das Thema umfassender zu beleuchten.