Rektorin Jutta Emes: TU Freiberg setzt neue Maßstäbe für internationale Wissenschaft!
Professorin Jutta Emes hat am 21. Juli 2025 das Rektorat der Technischen Universität Bergakademie Freiberg übernommen und damit Geschichte geschrieben. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Emes, die aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften und Kommunikationsforschung stammt, trat mit dem Ziel an, die Philosophie der Universität auf „Offenheit, Kooperation und Kommunikation“ auszurichten. Ihre Amtsantrittsrede vermittelte den Wunsch, die TU Freiberg zu einem Ort der Zusammenarbeit zu transformieren, wo alle Mitglieder der Universität in Forschung, Lehre und im Miteinander weiterkommen.
In ihrem ersten Jahr als Rektorin hat sie bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Ein deutlicher Fokus lag auf der Stärkung der internen Zusammenarbeit und der externen Kooperationen. Dies zeigte sich unter anderem in der Schaffung internationaler Partnerschaften mit Institutionen wie Dartmouth College und der United Nations University Resource Nexus. So betonte Emes, dass diese Kooperationen den Absolventen der TU Freiberg, die größte Arbeitgeberin in der Region, hervorragende Berufseinstiegsmöglichkeiten bieten.
Forschung und Innovation im Fokus
Im Rahmen ihrer Strategie hat die Universität einen KI-Hub für die Ressourcen- und Energiewirtschaft in Planung. Dies zielt darauf ab, die TU Freiberg als Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz in diesem Bereich zu etablieren. Bereits jetzt werden KI-Anwendungen in verschiedenen Feldern eingesetzt, etwa im Bergbau oder im Umweltschutz. In Verbindung mit den innovativen Plasmaverfahren und Recyclingtechnologien unterstreicht dies die forschungs- und patenstarke Position der TU, die als „beliebteste Universität in Deutschland 2026“ ausgezeichnet wurde und den Digital Campus Award erhielt.
Forschung und Lehre konzentrieren sich auf zentrale Themen wie die Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Technologien sowie Energie und Umwelt. Dabei ist Emes’ Ziel, die Wissenschaftskommunikation zu stärken und die KI-Aktivitäten der Universität zu bündeln, auch im Hinblick auf die Gewinnung neuer Studierender. Mit 4.300 Studierenden und 2.000 Mitarbeitenden bleibt die TU Freiberg die kleinste der vier staatlichen Universitäten in Sachsen, hat aber ihren eigenen Weg als die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt eingeschlagen.
Internationale Kooperation und Mobilität
Ein weiterer wichtiger Punkt in Emes’ Agenda ist die Internationalisierung. Die TU soll sich als weltoffene Institution mit einer starken internationalen Präsenz positionieren. Im Rahmen der europäischen Hochschulallianz EURECA-PRO, deren Mitglied die Universität ist, wird das Ziel verfolgt, bis 2040 gemeinsame Studienangebote und Forschungsprojekte zu entwickeln. Die derzeitige Förderphase der Allianz läuft bis 2027 und hat einen besonderen Schwerpunkt auf der Mobilität von Studierenden und Mitarbeitenden.
Die Universitätsgemeinschaft schätzt die kurzen Wege auf dem Campus und die individuellen Betreuungsmöglichkeiten, die die TU bietet. Günstiges Wohnen und eine umfassende Forschungsinfrastruktur unterstützen die Studierenden, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln und ihre akademische Laufbahn erfolgreich zu gestalten.
Insgesamt hat Professorin Jutta Emes mit ihrem Ansatz und den damit verbundenen Veränderungen bereits einen bedeutenden Fußabdruck hinterlassen, der die TU Freiberg in eine vielversprechende Zukunft führt. Ihre Anstrengungen fallen in einen entscheidenden Zeitraum, in dem Nachhaltigkeit, Innovation und internationale Zusammenarbeit im akademischen Bereich von zentraler Bedeutung sind. Die Herausforderungen an der ältesten montanwissenschaftlichen Hochschule der Welt werden zunehmend komplex, doch mit Emes’ klaren Visionen und Zielen stehen die Weichen gut für das, was noch kommen mag.
