Revolution durch KI: Lausitz erobert Industrie und Medizintechnik!
Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) hat nach sieben Jahren intensiver Forschung konkrete Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt. Bereits jetzt finden diese Innovationen Einsatz in der Industrie, Landwirtschaft und Medizintechnik. Das Projekt „Ko-Innovationsplattform Industrieautomatisierung“ (KOI) wurde kürzlich erfolgreich abgeschlossen und präsentiert beeindruckende Ergebnisse, die sowohl die Effizienz in Unternehmen steigern als auch positive Effekte auf die regionalen Strukturen haben.
Die entwickelten KI-Methoden ermöglichen Unternehmen, ihre Prozesse zu optimieren, Material und Energie einzusparen sowie Lieferketten zu verbessern. Im Zuge dieser Forschung konnte beispielsweise in einem Unternehmen die Zahl der unnötigen Produktionsläufe um 11% reduziert werden, während ein anderes Unternehmen seine Lieferzeiten von mehreren Monaten auf wenige Wochen verkürzen konnte. In der Region Lausitz wird die Innovationskraft durch diese Entwicklungen maßgeblich gestärkt, was den Strukturwandel weiter vorantreibt.
Präzise Technologien für verschiedene Sektoren
Im Rahmen des Projektes wurden vielfältige KI-Verfahren branchenübergreifend getestet, darunter Anwendungen in der Anlagenbau, der Materialdiagnostik und der Medizintechnik. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehören:
- KI-gestützte Messtechnik für präzise Temperaturmessungen von Metallschmelzen,
- Innovative 3D-Druckverfahren zur Rückverlagerung von Bauteilproduktionen nach Deutschland,
- KI-optimierte Prozesse im Bahnbetrieb und der Materialförderung,
- Neue Verfahren der Materialdiagnostik mit spezifischen Anwendungen in der Landwirtschaft, Medizintechnik und der vorausschauenden Instandhaltung.
Die BTU hat sich nicht nur als Ideengeberin, sondern auch als Innovationsmotor positioniert. Gemeinsam mit Fraunhofer-Instituten und weiteren Unternehmen der Lausitz wurden 13 Teilprojekte mit mehreren Demonstratoren ins Leben gerufen. Diese Kooperationen führten zu 17 neuen Partnerschaften und vier Folgeprojekten, was den erfolgreichen Austausch von Wissen und Ressourcennutzung verdeutlicht.
Forschungsförderung und Ausblick
Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ mit einer förderfähigen Summe von 7 Millionen Euro unterstützt, ergänzt durch 2,5 Millionen Euro an Industriebeiträgen. Zu den Partnern zählen neben der BTU auch die Fraunhofer-Projektgruppe Kognitive Materialdiagnostik sowie das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS.
Die Laufzeit des Förderprojekts erstreckt sich von 2019 bis 2026 und zielt darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse zügig in marktfähige Innovationen zu verwandeln. Bis heute wurden über 24 wissenschaftliche Veröffentlichungen, Patente und Abschlussarbeiten erstellt. Die BTU plant, die neu entwickelten KI-Technologien in zukünftigen Forschungs- und Anwendungsprojekten weiterzuentwickeln.
Die vielseitige Einsetzbarkeit und die positiven Effekte der entwickelten Lösungen zeigen, dass die BTU nicht nur die Technologie, sondern auch die Perspektiven in der Region entscheidend voranbringt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und der Industrie verspricht, die Innovationslandschaft in der Lausitz auf ein neues Level zu heben. Für den weiteren Verlauf der Projekte wird ein kontinuierlicher Austausch und eine aktive Förderung unerlässlich sein.
Insgesamt belegt dieses umfassende Engagement der BTU in der Künstlichen Intelligenz die wesentlichen Fortschritte, die nicht nur der regionalen Entwicklung, sondern auch der industriellen Effizienz zugutekommen.
