Am 24. Juni 2026 geht ein bedeutendes Projekt an der Universität Bielefeld zu Ende, das die Zukunft der digitalen Lehrer*innenfortbildung maßgeblich beeinflussen könnte. Mit dem Abschluss der Verbundprojekte LFB-Labs-digital, ComeMINT, ComeArts und ComeSport werden innovative Bildungsansätze verwirklicht, die auf die rasant wachsenden technologischen Anforderungen im Bildungssystem reagieren.

Im Rahmen dieser Initiativen wurden praxiserprobte und wissenschaftlich fundierte Konzepte entwickelt, die Lehrkräften helfen, ihre digitalen Kompetenzen zu stärken. Die Ergebnisse der Projekte sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern strahlen auch bundesweit aus: Über hundert Wissenschaftler*innen von mehr als zwanzig Hochschulen haben an diesen Projekten mitgewirkt.

Fortbildung zu digitalen Kompetenzen

Die Entwicklung von adaptiven, digitalisierungsbezogenen Fortbildungsmodule konzentrierte sich auf die Fächer MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), Kunst, Musik und Sport. In der Abschlussphase wurden diese Module in vier bundesweiten Verbünden evaluiert, was zu einem referenzierbaren Rahmen für Fortbildung führte. Die empirische Erprobung umfasste auch die Anwendung von Simulationen, interaktiven Experimentiervideos sowie KI-gestützten Anwendungen für den MINT-Unterricht.

Die Transferstelle TraBBi_digital verknüpft Hochschulen mit Landesinstituten und Ministerien, um eine systematische Verbindung zwischen den Bedürfnissen der Schulen und wissenschaftlichen Standards zu schaffen. Hierbei ergänzt die Initiative die Strukturen in Nordrhein-Westfalen, um die Expertise der Universitäten aktiv in die Schulentwicklung zu integrieren.

Vielfältige Themen und Ansätze

Jedes der Projekte hat seinen eigenen Schwerpunkt: ComeMINT befasst sich intensiv mit den MINT-Fächern; ComeArts fokussiert auf die ästhetische Bildung und digitale Jugendkulturen in Kunst und Musik; und ComeSport behandelt neben digital gestütztem Sportunterricht auch gesellschaftskritische Themen wie Diversität und Körperbilder.

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Zentrale Merkmale der Fortbildung sind Blended-Learning-Formate sowie Austausch- und Reflexionsphasen, die zur empirischen Weiterentwicklung der Lehrinhalte beitragen. Diese neuen Ansätze sollen nicht nur dazu dienen, Lehrkräfte fortzubilden, sondern auch eine breite Zugänglichkeit der Ergebnisse sicherstellen. Geplante Veröffentlichungen in Fachzeitschriften wie der „Frontiers in Psychology“ und als Open Educational Resources (OER) sollen diese Materialien für eine breite Nutzung zur Verfügung stellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verbundprojekte an der Universität Bielefeld einen substanziellen Beitrag zur digitalen Transformation des Schulsystems leisten. Durch die Verknüpfung von empirischen Ergebnissen mit praktischen Fortbildungskonzepten wird ein neuer Rahmen geschaffen, der die Lehrer*innenfortbildung in Deutschland erheblich bereichern könnte. Diese Entwicklungen stehen als Modell für andere Bildungsinstitutionen zur Verfügung und werden in verschiedenen Sammelbänden und Themenheften festgehalten.