Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Lena Noack von der Freien Universität Berlin hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) ins Leben gerufen, der sich mit der Erforschung der Grundlagen für die Entstehung und Entwicklung von Leben im All beschäftigt. Der SFB 1759 trägt den Titel „Habitability as a fundamental planetary process“ und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit über 12 Millionen Euro für einen Zeitraum von vier Jahren gefördert.

Der Fokus des SFB liegt auf der Untersuchung der Habitabilität als physiko-geochemischen Prozess, der über die Analyse erdähnlicher Lebensräume hinausgeht. Dabei sind insgesamt 16 wissenschaftliche Teilprojekte an der Forschung beteiligt, wobei eine Kooperation mit mehreren Universitäten und Forschungsinstituten, unter anderem dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Technischen Universität Berlin, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Wien, besteht.

Leitung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Leitungsteam des SFB 1759 besteht neben Prof. Dr. Lena Noack aus Prof. Dr. Frank Postberg, der sich mit Planetologie beschäftigt, und Prof. Dr. Steffi Pohl, die im Bereich Psychologie tätig ist. Ein zentrales Anliegen des Forschungsteams ist auch die Untersuchung ethischer Aspekte im Zusammenhang mit Weltraummissionen und dem Potenzial menschlicher Außenposten auf anderen Planeten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Forschung bezieht sich auf die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen und deren Wahrnehmung in sozialen Medien. Dieser Aspekt spiegelt sich nicht nur im aktuellen SFB wider, sondern wird auch von der DFG in verschiedenen Förderprogrammen aktiv unterstützt.

Förderung und internationale Kooperationen

Im Rahmen der Förderung internationaler Kooperationen verfolgt die DFG mit dem SFB das Ziel, Vernetzungsstrukturen mit Wissenschaftlern im Ausland aufzubauen. Dies ist von zentraler Bedeutung für die internationale Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität der SFB. Die Voraussetzungen für eine Integration sind die wissenschaftliche Exzellenz der Projekte sowie deren thematische Einbindung in das Gesamtkonzept. Die DFG stellt Mittel für Reisen, Kolloquien und Gastwissenschaftler bereit, um diese Kooperationen zu fördern.

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Zusätzlich können Wissenschaftler im Ausland eigene Vorhaben als Teil- oder Co-Teilprojektleiter einbringen, die oft von ausländischen Partnerorganisationen finanziert werden. Langfristige Kooperationen mit vergleichbaren Exzellenzzentren im Ausland sind geplant, wobei die DFG auch Möglichkeiten für Forschungskooperationen mit Entwicklungsländern bereitstellt.

Weitere Förderungen der DFG

Die DFG hat zudem die Weiterförderung des SFB 1512, der sich mit den Künsten als Intervention in gesellschaftliche, politische und kulturelle Prozesse auseinandersetzt, beschlossen. Dieser SFB wurde 2022 ins Leben gerufen und wird von Prof. Dr. Karin Gludovatz geleitet, während Prof. Dr. Matthias Warstat die stellvertretende Sprecherfunktion einnimmt.

An der Freien Universität Berlin fördert die DFG insgesamt 11 Sonderforschungsbereiche, deutschlandweit sind es per Oktober 260. Diese SFB ermöglichen eine fächerübergreifende Zusammenarbeit und bearbeitende innovative, anspruchsvolle Forschungsvorhaben, die zur Schwerpunkt- und Strukturbildung der Hochschulen beitragen.