Rosalind-Franklin-Preis: Wissenschaftlerinnen für Integrität geehrt!
Am 23. Juli 2026 gab die Freie Universität Berlin bekannt, dass der renommierte Rosalind-Franklin-Preis für herausragende wissenschaftliche Integrität in diesem Jahr an Dr. Anna Abalkina verliehen wird. Sie wird für ihre bedeutenden Beiträge zur Aufdeckung betrügerischer Publikationspraktiken ausgezeichnet. Diese Auszeichnung unterstreicht die Wichtigkeit der Integrität innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und trägt zur Aufklärung über Probleme wie Raubjournale und Paper Mills bei.
Der Rosalind-Franklin-Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird am 25. November verleiht, dem Tag der guten wissenschaftlichen Praxis. Zusätzlich erhält Jun.-Prof. Dr. María Piquer-Rodríguez den Runner-up Award, der mit 1.500 Euro honoriert wird. Sie überzeugte die Jury mit ihrem innovativen Ansatz zur Entwicklung von Vorlagen für transparente Nutzungsvereinbarungen von Forschungsdaten.
Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens
Dr. Anna Abalkina ist am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin tätig und hat Methoden entwickelt, um verdächtige Fachartikel zu identifizieren. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, problematische Veröffentlichungen zu erkennen und das Bewusstsein für wissenschaftliches Fehlverhalten zu schärfen. Abalkina wurde 2024 in die Liste „Nature’s 10“ aufgenommen, die bedeutende Wissenschaftler*innen würdigt, die einen außergewöhnlichen Einfluss in der Forschung haben.
Jun.-Prof. Dr. María Piquer-Rodríguez, die den Runner-up Award erhält, leitet die Arbeitsgruppe „Modelling Human-Environmental Interactions“ am Institut für Geographische Wissenschaften. Ihre Vorlagen für Nutzungsvereinbarungen zu Forschungsdaten sind nicht nur an ihrem Institut, sondern auch an anderen Universitäten von Bedeutung und werden dort aktiv eingesetzt. Elaborierte Regelungen über Verantwortlichkeiten und Nutzungsrechte prägen die wissenschaftliche Praxis erheblich.
Bedeutung des Rosalind-Franklin-Preises
Der Rosalind-Franklin-Preis wird seit 2025 jährlich vergeben und ist nach der britischen Biochemikerin Rosalind Franklin benannt, die für ihre Pionierarbeit in der Molekularbiologie bekannt ist. Der Preis würdigt außergewöhnliche Leistungen in Forschung und Lehre sowie hervorragende Wissenschaftskommunikation. Nominierungen stehen allen Wissenschaftler*innen der Freien Universität Berlin offen, die in diesen Bereichen bemerkenswerte Leistungen erbracht haben.
Insgesamt zeigt die Auszeichnung von Dr. Abalkina und Jun.-Prof. Dr. Piquer-Rodríguez, wie wichtig es ist, das wissenschaftliche Umfeld durch Integrität und Transparenz zu fördern. Diese Initiativen sind darauf ausgerichtet, nicht nur die Qualität der Forschung zu sichern, sondern auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft zu stärken. Weitere Informationen können auf der Website der Freien Universität Berlin und der Plattform für wissenschaftliche Integrität eingesehen werden: Wissenschaftliche Integrität.
