Am 11. Juni 2026 fand der Wissenschafts- und Kommunikationswettbewerb „Rostock’s Eleven“ im Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungsborn statt. Zwölf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus führenden Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern präsentierten ihre innovativen Forschungsthemen der Jury, die aus JournalistInnen, WissenschaftskommunikatorInnen sowie LehrerInnen und SchülerInnen von Rostocker Schulen bestand. Der Wettbewerb dient dazu, den Austausch zwischen Forschung, Bildung und Öffentlichkeit zu fördern und die Sichtbarkeit exzellenter Forschung zu steigern.

Die diesjährige Siegerin ist Luisa Zach, eine Doktorandin am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT). Sie überzeugte die Jury mit ihrer Präsentation über die Umwandlung von CO2 in Rohstoffe durch Sonnenlicht. Mit Hilfe von UV-Licht aktivierte Zach CO2-Moleküle, um sie in wertvolle chemische Verbindungen wie Oxalat umzuwandeln. Diese Plattformchemikalie könnte künftig nachhaltig produziert werden und ist von Bedeutung für die Kunststoffindustrie.

Einblicke in die wissenschaftliche Landschaft in Rostock

Der Wettbewerb „Rostock’s Eleven“, koordiniert von einem Verein, feiert die wissenschaftlichen Leistungen des Standorts Rostock und hat sich mittlerweile als fester Bestandteil der Wissenschafts- und Kommunikationsszene etabliert. Zu den beteiligten Institutionen gehören neben dem IAP auch das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, das Thünen-Institut für Ostseefischerei, das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf sowie das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde und mehrere Fraunhofer-Institute. Diese Einrichtungen arbeiten an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und angewandter Wissenschaft.

Die Jury bewertete die präsentierten Forschungsarbeiten nach Kriterien wie Verständlichkeit, Relevanz und Innovationsgehalt. Am Ende des Wettbewerbs wurde Luisa Zach für ihre herausragende Präsentation mit 365 Euro ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Abschlussveranstaltung statt, die den Höhepunkt des Wettbewerbs bildete.

Wissenschaftskommunikation in Mecklenburg-Vorpommern

Der Wettbewerb „Rostock’s Eleven“ hat sich als Plattform etabliert, um jüngere Wissenschaftler in der Kunst der wissenschaftlichen Kommunikation zu schulen. Die Veranstaltung fördert nicht nur die individuelle Präsentationsfähigkeit, sondern auch den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die Schirmherrschaft übernahm Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin, was die Bedeutung des Wettbewerbs unterstreicht.

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Die Initiative ist Teil einer breiteren Strategie zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Mecklenburg-Vorpommern, in der die Universität Rostock – die älteste im Ostseeraum – eine zentrale Rolle spielt. Mit etwa 13.000 Studierenden bietet sie ein starkes Netzwerk für zukünftige Forscher, die in der Region tätig werden wollen. Der Wettbewerb findet einmal jährlich statt, wobei der nächste Workshop bereits für den 10. bis 11. Juni 2026 anberaumt ist, und der Abschluss am 11. Juni 2026 mit einer Livestream-Übertragung verfolgt werden kann.