Am 24. Juli 2026 besuchte Staatssekretär Guido Wendt die Europa-Universität Flensburg (EUF) im Rahmen seiner Sommerreise. Bei seinem Besuch hatten Wissenschaftler*innen der EUF die Gelegenheit, ihre neuesten Ansätze zur Nachhaltigkeit und Transformation vorzustellen. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des FALTER-Labs, einem innovativen Experimentierraum für Bildung im Bereich nachhaltige Entwicklung. Das FALTER-Lab wird von Prof. Dr. Stephanie Stiegel und Elisa Dettlof geleitet und bietet kreative Lösungen für aktuelle Herausforderungen.

Staatssekretär Wendt hatte die Möglichkeit, das Kartenspiel „Transformative Warm-Ups“ auszuprobieren. Dieses Spiel ist gezielt darauf ausgerichtet, kulturelle Bildung mit nachhaltiger Entwicklung zu verbinden. Wendt lobte die EUF für ihren Erfolg in der Förderlinie „Freiraum“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre und betonte die Bedeutung solcher Initiativen für die zukünftige Bildung.

Forschung im Fokus

Im Rahmen seines Besuchs informierte sich Wendt auch über das Center for Research on Sustainability and Transformation (CREST), das als drittes profilgebendes Forschungszentrum der EUF fungiert. Hier gab Prof. Dr. Sybille Bauriedl einen Einblick in aktuelle Projekte und Planungen des CREST. Die Forschung an der EUF beleuchtet eine Vielzahl von Themen, darunter Knicks in der schleswig-holsteinischen Landschaft, die nachhaltige Energiewende, Transformation, Wohnen und Postkolonialismus.

Wendt unterstrich die Relevanz interdisziplinärer Forschungsansätze zur Bewältigung zukunftlicher Herausforderungen. Die EUF kooperiert hierbei im Rahmen der Landesforschungsschwerpunkte „Transformation“ und „Energiewende“ mit anderen Hochschulen in Schleswig-Holstein, um ihre Forschungsanstrengungen zu bündeln.

Prof. Dr. Pao-Yu Oei erläuterte die Fortschritte im Landesforschungsschwerpunkt „Energiewende“ und stellte ein gemeinsames Zentrum für nachhaltige Energiesysteme vor. Zudem wird der Masterstudiengang „Sustainable Energy“ in Kooperation mit der Hochschule Flensburg angeboten. Diese Programme sind essenziell, um angehende Fachkräfte auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

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Klimagarten als praktisches Beispiel

Ein weiteres wichtiges Element von Wendt’s Besuch war der Klimagarten auf dem Campus der EUF, der die Auswirkungen von Klimaveränderungen anschaulich demonstriert. Dieses Projekt wurde 2023 gemeinsam mit Studierenden umgesetzt und beinhaltet unter anderem eine phänologische Uhr, die Veränderungen in der Natur dokumentiert. Der Klimagarten steht symbolisch für das Engagement der EUF in der praktischen Auseinandersetzung mit Klimafragen und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils.

Mit solch umfassenden Initiativen und Projekten zeigt die Europa-Universität Flensburg nicht nur ihre Innovationskraft, sondern auch ihr Engagement, eine führende Rolle in der nachhaltigen Bildung und Forschung zu übernehmen. Dies wurde sowohl von Wendt als auch von den teilnehmenden Wissenschaftler*innen während des Besuchs hervorgehoben, was die Bedeutung solcher Universitäten für die Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft unterstreicht.