Am 11. Mai 2026 besuchte Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin, das Projekt „Balu und Du“ beim Caritassozialwerk (CSW) in Lohne. Dieses Mentoring-Programm, das seit 2008 in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta durchgeführt wird, hat zum Ziel, Kinder individuell zu fördern und das soziale Engagement junger Erwachsener zu stärken. In den vergangenen Jahren hat „Balu und Du“ bedeutende Fortschritte erzielt und ist mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet worden, berichtet mynewsdesk.com.
Während ihres Besuchs unterhielt sich Breher mit Studierenden, Projektkoordinatoren sowie Vertretern der Universität Vechta und des „Balu und Du“ e.V. über die Themen informelles Lernen, Ehrenamt und Teilhabe benachteiligter Kinder im ländlichen Raum. Der Vorstand des CSW, Heribert Mählmann, betonte die große Bedeutung des Projekts für die Ausbildung junger Fachkräfte im Bereich Jugendhilfe. Er wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass zukünftige Pädagogen praktische Erfahrungen sammeln können.
Der Mehrwert von „Balu und Du“
Das Programm wurde 2002 als gemeinsames Projekt der Universität Osnabrück und des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln ins Leben gerufen. Mentoren, auch „Balus“ genannt, begleiten Grundschulkinder, die als „Moglis“ bezeichnet werden, im Alltag und unterstützen diese in verschiedenen Lebensbereichen. Der Mitbegründer des Programms, Dr. Dominik Esch, hob hervor, dass die Wirksamkeit des Projekts besonders in der Präventionsarbeit zu erkennen sei. Es sei wichtig zu betonen, dass das Programm keine hauptamtliche sozialpädagogische Hilfe bietet, sondern eine professionell begleitete Beziehung auf Zeit ermöglicht, wie von pedocs.de festgestellt wurde.
Seit 2008 wurden insgesamt 505 Kinder als „Mogli“ betreut, und die Erfahrungen der Mentoren zeigen positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder. Auch die Studierenden profitieren von wertvollen Praxiserfahrungen. Interimspräsident Prof. Dr. Thomas Bals hob den messbaren Mehrwert des Projekts für die Gesellschaft hervor und betonte, dass die Idee der Patenschaften und des Mentorings eine neue Kultur des Engagements zur Förderung von Bildung, Teilhabe und Integration darstellt, die in jüngster Zeit immer stärkere Beachtung findet.
Gesamtgesellschaftliche Relevanz und Zukunft
Der Trend zu Patenschafts- und Mentoringprojekten ist in Deutschland nicht nur ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement, sondern auch ein Symbol für die wachsende Bedeutung von Bildung und Integration in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Monographie „Patenschaften und Mentoring für Kinder und Jugendliche“ von Gisela Jakob und Bernd Schüler thematisiert genau diesen Trend und beleuchtet die gesellschaftliche und individuelle Wirkung solcher Projekte, um die wissenschaftliche Debatte und die praktische Weiterentwicklung zu fördern. Diese neuen Formen des Engagements sind insbesondere in der Sozialpädagogik und Bildungssoziologie von Bedeutung.
Silvia Breher äußerte sich positiv über das Konzept des Projekts „Balu und Du“ und dessen Nutzen für die persönliche Entwicklung der Kinder sowie die Förderung künftiger Lehrkräfte. Ein Video des Treffens ist auf dem Instagram-Kanal der Universität Vechta verfügbar, was das Interesse an den Themenpädagogik und ehrenamtliche Arbeit weiter stärkt.