TUD-Preis 2026: Wissenschaftskommunikation im Fokus – Jetzt abstimmen!
Die exzellente Wissenschaftskommunikation steht im Fokus des TUD-Preises, der am 1. September 2026 zum zweiten Mal verliehen wird. Die Technische Universität Dresden (TUD) prämiert damit herausragende Leistungen in diesem Bereich. Diese Auszeichnung ist in zwei Kategorien unterteilt: Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert, während der Nachwuchspreis mit 2.500 Euro honoriert wird. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Tages für Wissenschaftskommunikation statt und verspricht, ein weiteres Highlight in der Akademikerlandschaft zu werden.
Sechs bemerkenswerte Projekte sind für den TUD-Preis nominiert, die von einer hochkarätigen Jury ausgewählt wurden. Diese Jury setzt sich aus Wissenschaftsredakteuren und Experten der Wissenschaftskommunikation zusammen, die die Innovationskraft und die gesellschaftliche Relevanz der eingereichten Projekte bewerten. Die nominierten Projekte umfassen verschiedene Formate und Disziplinen, die auf einzigartige Weise Wissenschaft der breiten Öffentlichkeit näherbringen möchten.
Nominierte Projekte im Detail
- „Doppelte Ernte“: Diese interaktive Ausstellung im Futurium Berlin, erstellt von Katharina Porepp und dem digi.farming.lab, lässt die Ergebnisse der Agrarforschung lebendig und erfahrbar werden.
- „Unsichtbare Held:innen – Zwischen Alltag und Pflege“: Dr. Sandra Schulz hat eine partizipative Ausstellung entwickelt, die die Geschichten von pflegenden Angehörigen thematisiert und damit die persönliche Perspektive in den Vordergrund rückt.
- „Bakteriopolis“: Dr. Christin Baumgärtel präsentiert in einer mobilen Ausstellung über Mikroben die essentielle Rolle dieser Organismen für das Leben auf der Erde, verpackt in einem umgebauten Überseecontainer.
- „Erzgebirge Atlas“: Prof. Melanie Humann hat ein Dialogprojekt ins Leben gerufen, das soziale Dynamiken im Erzgebirge untersucht und medialen Zuschreibungen entgegenwirkt.
- „Food Facts“: Dieser Wissenschaftspodcast von Prof. Thomas Henle thematisiert Ernährung und Lebensmittelchemie und bietet verständliche Erklärungen für Verbraucher.
- „Katze Q“: Ein Escape Room des Exzellenzclusters ctd.qmat, unter der Leitung von Prof. Matthias Vojta, bringt den Besuchern Quantenphysik auf spielerische Weise näher.
Der TUD-Preis ist nicht die einzige Auszeichnung für Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Auch die Universität Tübingen verleiht jährlich den Tübinger Preis für Wissenschaftskommunikation. Hierbei stehen nachhaltige und wirkungsvolle Beispiele im Fokus, die in den Bereichen Ausstellungen, populärwissenschaftliche Bücher und öffentliche Vortragsreihen präsentieren werden. Die Universität ruft im November zur Nominierung auf, wobei Vorschläge bis zum 31. Januar des Folgejahres eingereicht werden müssen.
Die Auswahl der Preisträger geschieht durch eine Jury, die häufig von den Nominierungen ausgeschlossen ist. Umso bedeutender ist der Austausch und die einladende Atmosphäre, die die Preisträger und Nominierte miteinander teilen können.
Exzellente Wissenschaftskommunikation aus verschiedenen Perspektiven
Der Stifterverband hebt die Vielfalt der Formate hervor, die in der Wissenschaftskommunikation präsent sind. Ein Beispiel hierfür ist Ute Schmid, die mit ihrem Engagement unterschiedliche Zielgruppen erreicht. Ihr Lehrbuch „Künstliche Intelligenz selber programmieren“ ist speziell für Jugendliche konzipiert und vermittelt relevante Konzepte der KI. Zudem bietet sie zahlreiche Fortbildungen für Lehrkräfte an.
Schmid hat das KMU-KI-Erfahrungszentrum etabliert, das mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums betrieben wird. Dieses Zentrum ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, die praktische Anwendung von KI in ihren Betrieben zu erleben und besser zu verstehen. Workshops und Fortbildungen fördern darüber hinaus das Verständnis für die ethischen Fragestellungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
Die Veranstaltung zur Preisverleihung ist nicht nur eine Würdigung der Leistungen, sondern auch eine Plattform für den Austausch innovativer Ideen in der Wissenschaftskommunikation. Dies kann dazu beitragen, das Bewusstsein über die Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft zu stärken und den Discourse zu erweitern.
