Ulm kürt Professorin Esser mit Wissenschaftspreis für nachhaltige Batterieforschung!
Professorin Birgit Esser, eine herausragende Wissenschaftlerin im Bereich nachhaltiger Batteriematerialien, wurde am 20. Juli 2026 mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Ulm, der mit 7500 Euro dotiert ist, ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen der Schwörfeier durch Oberbürgermeister Martin Ansbacher überreicht. Esser ist eine Schlüsselpersonen im Exzellenzcluster POLiS (Post Lithium Storage) und forscht an der Universität Ulm zur elektrochemischen Energiespeicherung – einem entscheidenden Faktor für die Energiewende.
Ihr Ziel ist es, Batteriematerialien zu entwickeln, die leistungsfähiger, ressourcenschonender und weniger abhängig von knappen Rohstoffen sind. Durch die Kombination ihrer Expertise in Synthesechemie mit Kenntnissen über organische Batterieelektrodenmaterialien leistet sie bedeutende Beiträge zur Forschung. Zudem ist Esser Gründungsdirektorin des CELEST Green Energy Lab, das als Referenzlabor für elektrochemische Energiespeicher jenseits von Lithium aufgestellt werden soll. Ihre bedeutende Forschungsarbeit wurde zudem durch den Erhalt eines Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von zwei Millionen Euro ermöglicht.
Exzellente Forschung in Ulm
Professorin Esser hat an renommierten Institutionen wie der Universität Heidelberg, der Universität Bonn und dem MIT in den USA studiert und geforscht. Der Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre verliehen, wobei die gesamte Dotierung 15.000 Euro beträgt, verteilt zwischen der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm. Auch Professor Peter Renze von der Technischen Hochschule Ulm erhielt für seine Arbeit in der Energieforschung einen Preis in gleicher Höhe.
Die Forschung von Esser und Renze zeigt die Innovationskraft der Stadt Ulm auf, die sich zunehmend als Zentrum der Batterieforschung etabliert. Dieses Engagement spiegelt sich auch in zahlreichen Fördermöglichkeiten wider, die sowohl für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft als auch für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bestehen.
Fördermöglichkeiten in der Batterieforschung
Laut dem PTJ sind Antragsberechtigte für Forschungsförderungen unter anderem Unternehmen, Hochschulen und Verbände, die eine Betriebsstätte in Deutschland haben. In der Batterieforschung sind besonders projektbezogene Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation von Bedeutung, mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Batteriezellen für die Elektromobilität und Energiespeicherung.
Die Fördergegenstände sind vielfältig. Dazu gehören die Entwicklung neuer Konzepte, die Vernetzung von Stakeholdern sowie Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Batteriezellen. Besonders wichtig ist der Recyclingfokus auf Komponenten und Materialien. Fördermittel werden unter bestimmten Bedingungen bereitgestellt, wobei Zuwendungen von bis zu 50% für Unternehmen und 100% für Hochschulen und Forschungseinrichtungen möglich sind.
Durch diese Unterstützung wird die Entwicklung zukunftsweisender Technologien in der Batterieforschung gefördert, die sowohl für die Industrie als auch für die akademische Welt von großer Bedeutung sind.
