Am 27. und 28. April 2026 fand ein zweitägiger Besuch der Università della Calabria an der Philipps-Universität Marburg statt. Die Delegation, bestehend aus rund einem Dutzend Gästen unter der Leitung von Rektor Gianluigi Greco, wird von neun Professorinnen und Professoren aus verschiedenen Fachbereichen der Natur- und Lebenswissenschaften sowie der Geistes- und Sozialwissenschaften begleitet. Dieser Austausch ist ein bedeutender Schritt zur Verstärkung der Zusammenarbeit innerhalb der EUPeace Allianz.
Die Gäste sind in wichtigen Funktionen der europäischen Hochschulallianz tätig, darunter im Governing Board, Research Council, Steering Committee und als Sprecher der Research Hubs. Ziel des Besuchs ist die Vertiefung der Zusammenarbeit sowie der Anstoß neuer gemeinsamer Forschungsprojekte. Dabei sollen auch Einblicke in die Forschungsinfrastrukturen der Marburger Universität gewonnen werden. Empfangen wurden die Gäste von der Vizepräsidentin Prof. Dr. Evelyn Korn und Prof. Dr. Thorsten Bonacker.
Fachliche Austauschmöglichkeiten
Im Rahmen des Besuchs sind mehrere fachbezogene Arbeitstreffen geplant. Diese Treffen werden sich in gemischten Gruppen mit Themen wie „Responsible and Ethical AI“, „Material Science“, „Microbiology/Biochemistry“, „Chemistry“, „Gender Studies“ und „Management Engineering/Underwater Cultural Heritage“ auseinandersetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vorbereitung weiterer gemeinsamer Aktivitäten, insbesondere für die EUPeace Conference, die im September 2026 von der Università della Calabria ausgerichtet wird.
Das Thema der Konferenz wird „Global warming and its impact: Connections with emerging conflicts, migrations, and health issues“ sein, was die Relevanz der angesprochenen Probleme unterstreicht. Die EUPeace Allianz hat sich der Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und inklusiven Gesellschaften verschrieben und vereint hierfür neun Universitäten aus verschiedenen europäischen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Bosnien und Herzegowina sowie die Türkei.
EUPeace: Eine Allianz für die Zukunft
Die EUPeace Allianz repräsentiert mehr als 198.000 Studierende, 15.300 Forschende und bietet über 1.870 Studienprogramme und mehr als 190 Fakultäten und Institute, unterstützt von 850 Forschungsgruppen. Die Mission der Allianz ist es, zukünftigen Bürgerinnen und Bürgern das nötige Wissen sowie die Fähigkeiten zu vermitteln, um gerechtere und widerstandsfähigere Gesellschaften zu schaffen.
Mit Programmen wie dem European Track, dem Virtual European Exchange Programme (VEEP) und dem EUPeace Mobility Portal wird die grenzüberschreitende Bildung gefördert. Zudem bietet die Allianz Living Labs an, die eine Zusammenarbeit zwischen Universitäten, lokalen Gemeinschaften, NGOs und politischen Entscheidungsträger:innen ermöglichen. EUPeace zielt darauf ab, dauerhafte Strukturen für Kooperation, Bildung und Outreach aufzubauen und sich als nachhaltiger Akteur in der europäischen Hochschullandschaft zu etablieren.