Universität Augsburg baut neues Rechenzentrum im Innovationspark
Im Augsburger Innovationspark hat der Bau eines neuen Rechenzentrums für die Universität Augsburg begonnen. Ab September entsteht der Neubau an der Ecke Forschungsallee/Karl-Drais-Straße. Der Freistaat Bayern errichtet dort ein zweigeschossiges Gebäude mit mehr als 4.000 Quadratmetern Nutzfläche für die IT der Universität.
Das Staatliche Bauamt Augsburg informierte darüber am Mittwoch, 23. September. Das Projekt gehört zur Hightech-Agenda Bayern und soll eine leistungsfähige, sichere und zukunftsfähige IT-Infrastruktur schaffen – für Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung. Klingt trocken, ist im Hochschulalltag aber ziemlich entscheidend: Wenn Daten wachsen, darf die Technik nicht hinterherhinken.
Mehr Platz für Server, Studierende und Beratung
Das bisherige Rechenzentrum am Stammcampus wurde 1989 errichtet. Nach mehr als 25 Betriebsjahren erfüllt es die heutigen Anforderungen an moderne IT-Dienste nicht mehr. Die Universität ist seither stark gewachsen, gleichzeitig hat die Digitalisierung in Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung deutlich zugenommen. Auch die Ansprüche an Verfügbarkeit, Sicherheit, Rechenleistung und Speicherkapazitäten sind gestiegen.
Im Neubau sind Server-, Netzwerk- und Technikräume ebenso vorgesehen wie ein Beratungszentrum, Multimediaräume und Flächen für Studierende. Dazu kommt ein Bürotrakt für die Beschäftigten des Rechenzentrums. Der rechteckige Bau erhält außerdem einen Innenhof mit Aufenthaltsmöglichkeiten – ein kleiner Freiraum zwischen all den Geräten, Leitungen und Bildschirmen.
Für den Entwurf ist KEC Architekten aus Berlin verantwortlich. Die Dächer werden extensiv begrünt, ebenso die Ostfassade und Teile der Nordfassade. Vertikale Fassadenlamellen sollen teilweise als Sonnenschutz dienen. Das Staatliche Bauamt Augsburg errichtet damit insgesamt mehr als 4.000 Quadratmeter Fläche für die IT der Universität.
Verbindungen über den Campus hinaus
Der Neubau soll nicht isoliert arbeiten. Eine ringförmige Leitungsverbindung wird ihn mit den Einrichtungen am Stammcampus und auf dem Medizin-Campus verbinden. Nach dem Neubau soll außerdem das bestehende Rechenzentrum saniert werden.
Wie viel das Vorhaben kostet und wann es fertig sein soll, wurde bislang nicht veröffentlicht. Auch dazu, wie lange die Bauarbeiten dauern, liegen keine Angaben vor. Sicher ist nur: Der Platzbedarf der Universität wird nicht kleiner.
Teil eines größeren Ausbauprogramms
Die Universität Augsburg baut im Rahmen der Hightech-Agenda mehrere Einrichtungen auf. Dazu gehören das Zentrum für Klimaresilienz, das Centre for Advanced Analytics and Predictive Sciences (CAAPS) und das KI-Produktionsnetzwerk. Letzteres soll wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in die regionale Wirtschaft und Produktion übertragen.
Ein Neubau des Rechenzentrums soll dabei die zukunftssichere Infrastruktur schaffen, auf der solche Vorhaben aufbauen können. In einem neuen Modulbau sollen künftig unter anderem die Technische Biologie und die computergestützte Biologie untergebracht werden. Außerdem bietet der Modulbau Platz für zahlreiche biologische und biophysikalische Labore, damit Synergieeffekte entstehen können.
Auch personell wächst die Universität: Durch die Hightech-Agenda erhält sie insgesamt 33 neue Professuren, insbesondere in den Forschungsfeldern Künstliche Intelligenz und Klimaforschung. Zusätzliche Studienkapazitäten bringen zwei neue Studiengänge. Der Bachelorstudiengang Data Science ist bereits gestartet; zum Sommersemester 2023 begann erstmals der Bachelorstudiengang Mathematik und Informatik.
Am 9.10.2026 bleibt auf dem Campus also einiges in Bewegung. Während draußen Fassaden begrünt und Leitungen verlegt werden, laufen drinnen längst die nächsten Forschungs- und Studienprojekte an.
