Universität Greifswald: Lehrinnovationen für die Zukunft der Studierenden!
Die Universität Greifswald hat mit ihrem Projekt „Constructing the Future – zukunftsorientiert studieren“ (Con-Future) einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung von Lehr- und Lernkultur unternommen. Dieses innovative Vorhaben wurde kürzlich mit der Hochschulperle des Monats Juni 2026 vom Stifterverband ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die darauf abzielen, Studierende und Hochschulbeschäftigte optimal auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten. Die Universität Greifswald berichtet, dass das Projekt insbesondere zukunftsrelevante Kompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösefähigkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Selbstreflexion fördern möchte.
Durch die Entwicklung bestehender Lehrformate und die Erprobung neuer Ansätze sollen die Studierenden aktiv in ihre Ausbildung einbezogen werden. Das Ziel ist es, dass die Studierenden in Projekten arbeiten, Verantwortung übernehmen und die Lehr- sowie Prüfungsformate selbst mitgestalten. Zu diesem Zweck werden auch Tutorien und Mentor*innenprogramme angeboten, um den Studienerfolg zu fördern.
Fokus auf Zukunftskompetenzen
Im Rahmen von Con-Future werden neue Transferstrukturen aufgebaut, die Absolvent*innen insbesondere beim Berufseinstieg in der strukturschwachen Region des östlichen Mecklenburg-Vorpommerns unterstützen sollen. Die Auswahl von fünf von insgesamt 15 eingereichten Lehrinnovationsprojekten als Pilotvorhaben zeigt, wie ernst es der Universität mit der Integration von Future Skills ist. Diese Projekte werden von April 2026 bis März 2028 wissenschaftlich begleitet und fokussieren sich auf die Entwicklung von Lehrveranstaltungen, die projektbasierte Lernformate und kompetenzorientierte Prüfungen weiterentwickeln.
Die Jury des Stifterverbandes hebt den besonderen Ansatz hervor, durch projektbasiertes Lernen und kompetenzorientierte Prüfungen zukunftsrelevante Kompetenzen nachhaltig im Studium zu verankern. Dies entspricht dem aktuellen Bildungsdiskurs, der zunehmend den Fokus auf die nötigen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen für die Zukunft richtet. Der Bildungsserver erläutert, dass es hierbei nicht nur um Wissen, sondern auch um Eigenschaften wie Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und konstruktives Handeln in unsicheren Zeiten geht.
Neue Unterrichtskonzepte und Ausblicke
Die Schulen spielen eine Schlüsselrolle, um die Rahmenbedingungen für die Entwicklung dieser „Future Skills“ zu schaffen. Ziel ist es, junge Menschen gezielt mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, um den Anforderungen des modernen Lebens zu begegnen. Im Kontext von Con-Future werden deshalb auch praxisnahe Tipps und bewährte Methoden für Lehrkräfte bereitgestellt, die zur gezielten Entwicklung dieser Kompetenzen im Unterricht beitragen sollen.
Zusätzlich sind weitere Ausschreibungen für Lehrinnovationsprojekte für die Jahre 2026 und 2027 geplant. Ein multiprofessionelles Team koordiniert zudem Qualifizierungsangebote für Lehrende und Tutor*innen, einschließlich Seminaren zu innovativen Lehr- und Lernformaten. So wird die Universität nicht nur zur Wissensvermittlung, sondern auch zur aktiven Mitgestaltung der Bildungslandschaft in ihrer Region.
