Die Universität Potsdam zeigt Engagement für den Schutz der Biodiversität in Namibia. Am 23. Februar 2026 besuchte der Botschafter Namibias, S.E. Jerobeam Shaanika, die Universität, um über eine intensivere Zusammenarbeit zu sprechen. Anwesend waren unter anderem Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph. D., und Vertreter aus den Bereichen Umweltwissenschaften, Biologie, Informatik und Botanischer Garten. Die Delegation erörterte die weiteren Schritte zur Kooperation mit der University of Namibia (UNAM) und der Namibia University of Science and Technology (NUST).

Die bisherige Zusammenarbeit umfasst spannende Forschungsprojekte, darunter die Themen wie der Schutz gefährdeter Pflanzen, die Optimierung von Weideflächen sowie Wildtiermanagementstrategien und Wildtiergesundheit. Ein besonders aktuelles Thema ist das klimaangepasste Wassermanagement, das in Zeiten des Klimawandels dringender denn je ist. Eine interessante Initiative ist die Drohnenkartierung für informelle Siedlungen, die darauf abzielt, bessere Daten für die Entwicklung und Planung bereitzustellen.

Ausbau der Kooperation

Die Universität Potsdam sieht großes Potenzial in einer Ausweitung der Kooperationen, besonders im Bereich Wassermanagement, der Entsalzung von Meereswasser und der Wasserstoffproduktion. Der Botanische Garten Potsdam plant in diesem Zusammenhang eine Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten in Windhoek. Botschafter Shaanika unterstrich in seinen Erklärungen die positive Wirkung von Auslandsaufenthalten auf den wissenschaftlichen Nachwuchs, was den Austausch von Studierenden und Promovierenden umso wichtiger macht.

Die Bemühungen, den Wissensaustausch weiter zu intensivieren, finden ihren Ausdruck in Ideen wie dem Abschlussarbeiten-Tandem vor Ort in Namibia. Bislang sind viele Möglichkeiten für Studienaufenthalte in Namibia nur wenigen bekannt, sodass hier noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden muss.

Aktuelle Herausforderungen

Namibia steht jedoch vor großen Herausforderungen: Vom Bevölkerungswachstum über nicht nachhaltige Landwirtschaft bis hin zu den Auswirkungen des Klimawandels wird die Biodiversität und die Integrität der Schutzgebiete zunehmend bedroht. Damit diese Gebiete, die mehr als 40 Prozent der Landfläche Namibias abdecken, besser koordiniert und effizienter genutzt werden können, plant die Universität unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung neue Projekte zur Umwandlung der Schutzgebiete in ein gut koordiniertes Landschaftssystem.

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Hierbei wird ein besonderer Fokus auf nachhaltige wirtschaftliche Nutzung gelegt, insbesondere im Tourismus. Neben dem Schutzgebietmanagement möchte die Universität auch durch verstärkte politische Maßnahmen die Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung verbessern und die Transparenz im Umweltmanagement erhöhen.

Die Universität Potsdam ist damit Teil einer breiteren Initiative, die auch von anderen Hochschulen, wie der RWTH Aachen, unterstützt wird, die mit namibischen Universitäten kooperiert und das Augenmerk auf Themen wie grünen Wasserstoff und Klimaanpassung legt. Diese Zusammenarbeit bringt frischen Wind in die Forschungslandschaft, die nicht nur lokal, sondern auch global von Bedeutung ist.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Universität Potsdam einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen in Namibia leisten möchte. Diese Bestrebungen unterstreichen die wachsende Bedeutung internationaler wissenschaftlicher Kooperationen im Bereich des Biodiversitätsschutzes und der Nachhaltigkeit.

Für mehr Informationen über die Kooperation und das Engagement der Universität Potsdam, besuchen Sie uni-potsdam.de, uni-heute.de und rwth-aachen.de.