Universität Rostock und Stralsund: Starkes Duo für den Volleyball-Sport!
Am 14. Juli 2026 haben die Universität Rostock und der 1. Volleyballclub Stralsund e.V. eine wegweisende Kooperationsvereinbarung zur Förderung des Spitzensports geschlossen. Diese Partnerschaft hat das Ziel, optimale Rahmenbedingungen für leistungsorientierte studentische Volleyballspielerinnen zu schaffen. Ein zentraler Punkt ist die Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport, die durch flexible Strukturen erleichtert werden soll. Die Universität Rostock nimmt seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle ein, indem sie als Partnerhochschule des Spitzensports den dualen Karriereweg forciert.
Rektorin Professorin Elizabeth Prommer betonte die Bedeutung dieser gemeinsamen Initiative für die Stärkung des Hochschul- und Sportstandorts Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere die Frauenmannschaft des 1. Volleyballclubs Stralsund, die seit über zwei Jahrzehnten in der 2. Volleyball-Bundesliga spielt und den Aufstieg in die 1. Bundesliga anstrebt, profitiert von dieser Kooperation. Der Kader des Clubs besteht aus nationalen und internationalen Spielerinnen sowie talentierten jungen Sportlerinnen aus Vorpommern.
Herausforderung der dualen Karriere
Die Vereinbarkeit von Training, Wettkämpfen und Studium stellt für die Athletinnen eine erhebliche Herausforderung dar. Lehramtsstudentin Tara Fröhlich, die sich im 9. Semester befindet, beschreibt die Schwierigkeiten, die sich aus der Abstimmung zwischen Volleyball, Studium und alltäglichen Verpflichtungen ergeben. Dr. Juliane Lanz, Leiterin des Rostocker Hochschulsports, hat sich bereit erklärt, Unterstützung bei der Studienorganisation sowie der Entwicklung von flexiblen Trainings- und Wettkampfstrukturen zu bieten.
Die Thematik der dualen Karriere von Sportlerinnen und Sportlern wird durch umfassende Initiativen wie die „Partnerhochschule des Spitzensports“ geprägt. Diese wurde 1999 ins Leben gerufen, um die Unterstützung für studentische Leistungssportler zu erweitern. Inzwischen sind über 110 Hochschulen Teil dieser Initiative, die verschiedene Unterstützungsmaßnahmen für Studierende im Leistungssport anbieten. Insbesondere die Auswirkungen der Bologna-Reform und die COVID-19-Pandemie haben das Gleichgewicht zwischen Studium und Sport zusätzlich belastet, was den Bedarf an aktuellen empirischen Erkenntnissen zur dualen Karriere unterstreicht. Eine umfassende Evaluation der Situation wurde zuletzt 2005 durchgeführt, was die Notwendigkeit neuer Studien verdeutlicht. Die Publikation, die im Zusammenhang mit dieser Initiative steht, trägt zu dieser Lücke bei und ist unter der ISBN 978-3-86395-691-2 erhältlich.
Zukünftige Perspektiven der Sportlerinnen
Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Rostock und dem 1. Volleyballclub Stralsund sendet ein starkes Signal für die Förderung dualer Karrieren im Spitzensport. Hannah Becher, eine Lehramtsstudentin im 4. Semester, äußert den Wunsch, dass Kurse bis 16 Uhr angeboten werden, um den persönlichen Zeitplan besser mit den Trainingszeiten abzugleichen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, flexible Ausbildungsmodelle zu entwickeln, um die sportliche Karriere der Athletinnen nicht zu gefährden.
Zusätzlich wird Sportlerinnen und Sportlern die Möglichkeit geboten, ein offizielles, individuell abgestimmtes Zertifikat zu erlangen, das ihr Engagement und ihre Leistungen sowohl im Sport als auch in der Ausbildung würdigt. Dieses Zertifikat richtet sich unter anderem an Olympiateilnehmer und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften. Der Prozess zur Erlangung dieses Zertifikats erfolgt durch eine Terminvereinbarung mit der Laufbahnberatung des Olympiastützpunkts und ist kostenfrei.
Die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen stellt nicht nur einen bedeutenden Schritt zur Förderung leistungsorientierter Sportlerinnen dar, sondern fördert auch die Integration von Spitzensport in das Hochschulsystem, was letztlich der gesamten Region Mecklenburg-Vorpommern zugutekommt. Diese Allianz könnte als Modell für andere Hochschulen und Sportvereine gelten und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft im deutschen Spitzensport stellen.
