Die Universität Ulm plant eine umfassende Sanierung des Gebäudekreuzes O25, die voraussichtlich im Jahr 2028 beginnen soll. Diese Maßnahme steht im Kontext einer größeren Initiative, die dazu dienen soll, den Sanierungsstau an deutschen Hochschulen anzugehen, wie die Diskussionen in der Schnellbauinitiative Hochschulbau zeigen.

Um die negativen Auswirkungen der Sanierung abzufedern, werden ab Ende Juli 2026 Ersatz-Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Diese umfassen die Revitalisierung der Forumsbereiche in N24, die als Ersatz-Forum fungieren werden. Zudem wird auf einem Parkplatz östlich der Universitätsbibliothek West ein neues Ersatz-Hörsaalzentrum gebaut. Dieses wird Platz für bis zu 800 Personen bieten und soll für verschiedene Veranstaltungen wie Messen und Konferenzen genutzt werden.

Finanzierung und Kosten

Die geschätzten Kosten für die Sanierung des Gebäudekreuzes N24 belaufen sich auf 3 bis 4 Millionen Euro. Für das Ersatz-Hörsaalzentrum sind etwa 14,4 Millionen Euro eingeplant. Es wird darüber hinaus erwartet, dass das Ersatz-Hörsaalzentrum vor dem Beginn der Sanierung des O25 fertiggestellt wird. Die abschließende Sanierung von O25 umfasst neben der Entkernung und Generalsanierung auch eine Modernisierung der Gebäudetechnik, die Verbesserung der Barrierefreiheit sowie eine energetische Sanierung.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat bereits die Baufreigabe für den ersten Teil des zweiten Bauabschnitts zur Sanierung des Gebäudekreuzes M25 erteilt. In diesem Gebäude sind wichtige Bereiche der Universität untergebracht, darunter die Naturwissenschaften, Medizin und Tierforschung. Das Land investiert insgesamt 18 Millionen Euro in diesen Abschnitt der Sanierungsmaßnahmen, die auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern stattfinden sollen.

Herausforderungen im Hochschulbau

Der Sanierungsbedarf an Hochschulen in Deutschland ist enorm. Viele Gebäude, darunter Hörsäle, Labore, Bibliotheken sowie Mensen und Cafeterien, befinden sich in einem schlechten baulichen Zustand. Matthias Anbuhl, Vorstandsmitglied des Deutschen Studierendenwerks, hebt hervor, dass es dringend an der Zeit ist, den Sanierungsstau im Hochschulbau umfassend anzugehen. Schätzungen zufolge beläuft sich der Investitionsbedarf für energetische Sanierungen in Mensen und Cafeterien auf vier Milliarden Euro über einen Zeitraum von vier Jahren.

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Die Universität Ulm reagiert proaktiv auf diese Herausforderung und sieht in der geplanten Sanierung des Gebäudekreuzes O25 sowie der Umbaumaßnahmen im Gebäudekreuz M25 einen Schritt in die richtige Richtung. Die Projekte sollen auch im Landeshaushalt 2027 berücksichtigt werden. Die Verantwortung für die Durchführung dieser Bauprojekte liegt, neben weiteren Akteuren, bei Vermögen und Bau Ulm, die sicherstellen sollen, dass die Pläne zeitgerecht und effizient umgesetzt werden.