Universitätsarchiv Greifswald: Vortrag über bewahrte Schätze der Geschichte
Am Montag, dem 20. Juli 2026, wird Dr. Elisabeth Heigl, die Leiterin des Archivs der Universität Greifswald, einen Vortrag im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses halten. Unter dem Titel „Bewahren – Erschließen – Benutzen. Das Archiv als Forschungsstätte und Gedächtnis der Universität“ wird sie um 17:00 Uhr die Bedeutung des Universitätsarchivs für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit beleuchten. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, und der Bürgerschaftssaal ist barrierefrei zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, was die Teilnahme besonders einfach macht.
Das Universitätsarchiv hat eine lange Tradition, die bis zur Gründung der Universität im Jahr 1456 zurückreicht. Es bewahrt eine Vielzahl von Dokumenten, die für die Universitätsgeschichte von Bedeutung sind, darunter Urkunden, Akten, Amtsbücher, Protokolle, Karten, Baupläne, Fotografien und viele weitere Materialien. Dr. Heigl wird nicht nur die Aufgaben von Archivar*innen erörtern, sondern auch die Herausforderungen, mit denen Archive konfrontiert sind, sowie die Fragestellungen zur Übernahme und Nutzung von Archivbeständen erläutern.
Forschung und Erschließung
Wie digitale-bibliothek-mv.de hervorhebt, bewertet das Universitätsarchiv dienstliche Unterlagen nach ihrem bleibenden Wert und unterscheidet zwischen archivwürdigem und kassablem Material. Archivgut wird systematisch und wissenschaftlich erschlossen sowie gesichert. Die Erschließung erfolgt dabei mehrstufig, um eine öffentliche Zugänglichkeit über Findhilfsmittel zu gewährleisten. Wichtig sind auch besondere Sperrfristen, die aus Datenschutz- und Archivgesetz ergeben.
Das Archiv dient als essentielle Grundlage für die historische Forschung und bietet Rechtsnachweise über Tätigkeiten und Abschlüsse an der Universität. Zu den Beständen zählen unter anderem Überliefungen der Hochschul- und akademischen Selbstverwaltung, die für die Forschung von großer Relevanz sind, sowie personalbezogene Akten von Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden.
Ressourcen und Zugang
Universitätsarchive, wie das in Greifswald, stellen nicht nur wertvolle Dokumente zur Verfügung, sondern auch Sammlungen, die Professorennachlässe, Zeichnungen, Pläne, Fotoaufnahmen und Zeitungsausschnitte beinhalten. Ein kontinuierlicher Aufbau großer Datenbanken ermöglicht einen dauerhaften und zügigen Zugang zu den Informationen. Zur Nutzung des Archivgutes ist in der Regel ein Benutzungsantrag erforderlich, wobei die Nutzung meist vor Ort im Universitätsarchiv oder in bereitgestellten Benutzerräumen der Bibliothek erfolgt, wie auf Wikipedia erklärt wird.
Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“, die von der Universität Greifswald in Kooperation mit der Hansestadt Greifswald veranstaltet wird, unterstreicht die enge Verbindung zwischen der Hochschule und ihrer Stadt. Weitere Informationen zur Reihe sind auf der Website der Universität Greifswald erhältlich.
Dr. Heigl, die 2019 über die Geschichte der Vermögens- und Finanzverwaltung der Universität promovierte, leitet das Universitätsarchiv mit dem Ziel, die historischen Bestände nicht nur zu sichern, sondern auch aktiv für die Forschung nutzbar zu machen.
