Am 5. Juni 2026 zeichnet sich an der Technischen Universität Braunschweig eine Vielzahl engagierter Initiativen und Entwicklungen ab, die sowohl die Forschung als auch die Hochschulkultur betreffen. Besonders bemerkenswert ist die geplante Hissung der Regenbogenflagge am 10. Juni um 13 Uhr auf dem Universitätsplatz. Diese Veranstaltung wird vom Diversity Office organisiert und steht unter der Schirmherrschaft von Präsidentin Prof. Angela Ittel.

In der Universitätslandschaft gibt es auch personelle Veränderungen: Prof. Katja Koch wurde einstimmig durch den Senat und Stiftungsrat zur neuen Präsidentin der Stiftung Universität Hildesheim gewählt, ihr Amtsbeginn ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen.

Innovative Forschungsprojekte und Veränderungen in der Lehre

Dr.-Ing. Bartłomiej Sawicki hat ein Forschungsprojekt gestartet, das sich mit digitalen Bauprozessen beschäftigt. Unter dem Titel „Zentrum für Digitale und Integrierte Bauprozesse“ zielt dieses Projekt darauf ab, digitale Technologien zur Verbesserung von Bauabläufen zu integrieren. Dieser innovative Ansatz könnte bedeutende Auswirkungen auf die Bauindustrie haben.

Ein weiterer herausragender wissenschaftlicher Fortschritt an der TU Braunschweig ist das Photon-Rastertunnelmikroskop, das von Prof. Uta Schlickum und ihrem Team entwickelt wurde. Es ist in der Lage, zehnmal mehr Licht einzufangen als vergleichbare Systeme weltweit. Dieses Mikroskop, das sich am Forschungszentrum LENA der TU befindet, kann einzelne Atome sichtbar machen und bietet neue Perspektiven für die Forschung an Materialien und Molekülen. Es ist auch in der Lage, Atome gezielt zu platzieren, um künstliche Moleküle zu erzeugen, was Potenzial für die Entwicklung von Farbstoffen für Solarzellen oder OLEDs birgt, berichtet QuantumFrontiers.

Zusätzlich wird die Fakultät für Lebensmittelchemie von Prof. Marina Creydt zukünftig modernste massenspektrometrische Verfahren anwenden, um Lebensmittelbetrug aufzudecken und die Auswirkungen des Klimawandels zu untersuchen.

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Initiativen zur Chancengleichheit und digitale Bildung

Die Digitalisierung an Hochschulen bringt neue Herausforderungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf Chancengleichheit und Teilhabe. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass der digitale Wandel nicht automatisch zu besseren Bedingungen führt. Viele Studierende, die aufgrund unterschiedlicher Lernbiografien, finanzieller Einschränkungen oder anderer Verpflichtungen benachteiligt sind, könnten von digitaler Flexibilität profitieren. Hochschulen, die Diversity und Digitalisierung strategisch miteinander verknüpfen, haben die Möglichkeit, den Zugang zu verbessern und vielfältigere Studierendengruppen zu erreichen, so das Hochschulforum Digitalisierung.

In der Abteilung für Unternehmensethik wurde ein neues Trainingstool für Change Agents entwickelt, das im Rahmen des Projekts PRO-CLIMATE vorgestellt wird. Zusätzliche Initiativen wie ein Alumni-Vortrag von Dr. Carola Reimann über Public Health und gesellschaftliche Verantwortung sowie ein Stadtspaziergang mit Sophie Kriegel am 19. Juni ergänzen das Engagement der Universität zur Förderung von Bildung und sozialer Verantwortung.

Schließlich werden die Anmeldungen für Weiterbildungsprogramme ab dem 10. Juni bei der Zentralen Personalentwicklung (ZPE) beginnen, und ein Informationsangebot zur Ausschreibung für Klimaforschung wird am 16. Juni bereitgestellt. Solche Maßnahmen sind notwendig, um den wachsenden Fachkräftemangel zu adressieren und die Hochschule für Studieninteressierte attraktiver zu machen.