Verwirrende Behördensprache: Vortrag zur Verständlichkeit im Rathaus!
Am Montag, dem 22. Juni 2026, findet im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses ein Vortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ statt. Unter dem Titel „Muss Verwaltungssprache unverständlich sein? Behördenschreiben unter der Lupe“ möchten die beiden Experten Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski und Prof. Dr. Wolfgang Kesselheim die oftmals als kompliziert erlebte Verwaltungssprache unter die Lupe nehmen. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr und der Eintritt ist frei, wobei die Veranstaltung barrierefrei für Rollstuhlfahrer gestaltet ist.
Diese Veranstaltung, die gemeinsam von der Stadt und der Universität Greifswald organisiert wird, hat sich zum Ziel gesetzt, die Diskussion über die umständlichen Formulierungen in offiziellen Schreiben zu fördern. Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski leitet den Arbeitsbereich der Germanistischen Sprachwissenschaft an der Universität und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Diskurs- und Textlinguistik, während ihr Kollege Prof. Dr. Klaus Wolfgang Kesselheim als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist und sich auf Text- und Interaktionslinguistik spezialisiert hat.
Für eine freundliche Kommunikation
Im Zentrum des Vortrags steht die Auseinandersetzung mit der Frage, warum viele Behördenschreiben für die Bürger unverständlich sind. Der Bürgerschaftsbeschluss zur Verwendung einer freundlicheren Ausdrucksweise in der Kommunikation mit den Bürgern ist ein weiteres wichtiges Thema.
Zudem werden Modellprojekte aus anderen Städten vorgestellt, die darauf abzielen, die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden zu verbessern. Ein entsprechendes Projekt trägt den Namen „Bessere Bescheide“ und zielt darauf ab, sprachwissenschaftliche Expertise gezielt in die Verwaltungsarbeit zu integrieren.
Hintergrund und Informationen
Für Interessierte bieten die Organisatoren weitere Informationen zur vorlesungsreihe auf der Website der Universität Greifswald an. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Sünne Juterczenka, einem Mitglied des Historischen Instituts der Universität, verantwortet.
Für die Bürger ist es von großer Bedeutung, dass Behördenkommunikation klar und verständlich erfolgt. Die Möglichkeit, an solch einem Gespräch teilzunehmen und Lösungen zu diskutieren, stellt einen wertvollen Beitrag zu einer bürgernahen Verwaltung dar. In diesem Zusammenhang ist auch das Dokument der Bundesverwaltung zur bürgernahen Verwaltungssprache hervorzuheben, das wichtige Richtlinien zur Verbesserung der Verständlichkeit in der Verwaltung bietet. Weitere Einzelheiten dazu finden sich in den Unterlagen des BVA.
Für detaillierte Informationen über den Vortrag und die Vorlesungsreihe können Interessierte die Website der Universität Greifswald besuchen oder sich direkt mit den Verantwortlichen der Veranstaltung in Verbindung setzen.
