Am 28. Mai 2026 steht der kalendarische Übergang zur ersten Juniwoche im Zentrum zahlreicher Veranstaltungen an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Diese Institution hat sich nicht nur akademisch, sondern auch gesellschaftlich engagiert und bietet in den kommenden Tagen ein vielfältiges Programm an, das sowohl lokale als auch vielfältige Themen behandelt.

Ein zentrales Ereignis ist der 7. Słubice-Frankfurt-PRIDE, der am Samstag, den 30. Mai, um 13:00 Uhr am Plac Bohaterów in Słubice beginnt und am Kleist Forum in Frankfurt (Oder) endet. Ziel dieser Demonstration ist es, die Sichtbarkeit und Sicherheit der queeren Community zu stärken und Teil der Aktionswochen „Liebe, Sex, Respekt“ zu sein. Die Veranstaltung wird von verschiedenen Organisationen und Aktivisten unterstützt, die sich für die Rechte von LGBTQ+-Personen einsetzen.

Akademische Diskussionen und Vorträge

Ein weiteres Highlight in der kommenden Woche wird das Gespräch über Henryk Bereska sein, das am Sonntag, den 31. Mai, um 18:00 Uhr in der Friedenskirche, Schulstraße 4 A, Frankfurt (Oder) stattfindet. Die bekannte Autorin Ines Geipel wird als Gesprächspartnerin auftreten, um über bedeutende gesellschaftliche Themen zu diskutieren.

Am Montag, den 1. Juni, um 14:30 Uhr, lädt die Universität zu einem Science Talk über die wertebasierte juristische Auslegung ein, gehalten von Asta Benetytė und Prof. Dr. Stefan Haack im Hauptgebäude, Raum 131 A. Im Anschluss findet eine Ukraine Lecture Series mit Valeria Korablyova um 16:00 Uhr im Gräfin-Dönhoff-Gebäude, Raum GD 102 oder online via Zoom statt. Hier wird das Thema „(Re)Configuring Ukraine“ behandelt, welches die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine beleuchtet.

Des Weiteren wird ein Forschungskolloquium zur finanziellen Situation der Universitäten am selben Tag um 18:15 Uhr stattfinden. Referent wird David Boss sein, der die Herausforderungen der Universitätsfinanzierung thematisiert. Auch eine Online-Diskussion zur Arbeitsrechtsreform in der Ukraine steht auf der Agenda für Mittwoch, den 3. Juni, wo sich bedeutende Wissenschaftler wie Prof. Dr. habil. Yana Simutina und Prof. Dr. Ivan Yatskevych zu Wort melden werden.

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Kulturelle Highlights

Die Veranstaltungen umfassen auch kulturelle Aspekte, darunter eine Müllsammelaktion am Weltumwelttag, die am 5. Juni beginnt. Treffpunkte sind Ziegenwerder und Kleistpark, wobei die Aktion um 13:00 Uhr startet. Am gleichen Tag und auch am Samstag, dem 6. Juni, findet das Theater- und Performancefestival „Tröste mich“ statt, das sich mit Krisen und Unsicherheiten auseinandersetzt.

Sowohl die Ausstellung „The Roads of Europe“, die bis zum 31. Juli 2026 im Gräfin-Dönhoff-Gebäude zu sehen ist, als auch die Ausstellung „Die eigene Sicht“, die im Viadrina-Hauptgebäude bis 23. Juni 2026 präsentiert wird, runden das Kulturangebot ab. Außerdem gibt es die Ausstellungsstation „Hinhören & Widerstand leisten: Prinz von Homburg“, die im Kleist-Museum bis zum 14. Juli 2026 verweilt.

Ein interessanter Kontext bieten zudem Veranstaltungen, die vom Netzwerk Queerstiftis organisiert werden. Dies umfasst die Konferenz QSBT 2026, die vom 30. April bis 3. Mai stattfand, mit dem Thema „Infinite Diversity in Infinite Combinations?“. In diesem Rahmen wurden Aspekte der Intersektionalität in queeren Kontexten diskutiert, unter anderem negative Erfahrungen in vermeintlichen Safer Spaces.

Mit herausragenden Referenten und einem vielfältigen Programm aus Vorträgen, Workshops sowie offenen Gesprächsrunden zielt das Netzwerk darauf ab, eine diskriminierungsfreie Atmosphäre für die Erkundung vielfältiger Lebensentwürfe zu schaffen. Die Veranstaltung zieht rund 120 Geförderte und Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes an und bietet eine Plattform für den akademischen und persönlichen Austausch über Queerness.

Insgesamt verspricht die kommende Woche an der Europa-Universität Viadrina spannende Diskussionen, kulturelle Erlebnisse und eine starke Zugehörigkeit zur queeren Community. Diese Ereignisse tragen nicht nur zur Sichtbarkeit der Themen bei, sondern fördern auch einen konstruktiven Dialog innerhalb der Gesellschaft.