Weltweit anerkannt: Hamburger Forscher entschlüsseln biologischen Stress!
Die MSH Medical School Hamburg hat einen bedeutenden Erfolg erzielt. Das Forschungsteam um Marie-Christin Barthel erhielt eine internationale Auszeichnung für ihren Fachartikel, der tiefgreifende Erkenntnisse zu biologischen Anpassungen an wiederholten Stress enthält. Laut Medical School Hamburg wurde der Artikel mit dem Titel »Habituation of the biological response to repeated psychosocial stress: a systematic review and meta-analysis« veröffentlicht und gewann eine Honorable Mention in der Kategorie Methods/Review Paper bei den Paper of the Year Awards 2025 des internationalen Stress Measurement Network.
Besonders hervorzuheben ist der interdisziplinäre Charakter des Autorenteams. Neben Barthel sind Dr. Kim Fricke, Prof. Dr. Markus Mühlhan, und Prof. Dr. Susanne Vogel von der MSH Medical School Hamburg beteiligt. Zudem hat Prof. Dr. Nina Alexander von der Philipps-Universität Marburg einen Beitrag geleistet. Ihre umfassende systematische Übersichtsarbeit sowie die Meta-Analyse fasst die Ergebnisse von 47 unabhängigen Studien zusammen, die sich mit den biologischen Stressreaktionen bei wiederholtem psychosozialem Stress befassen.
Erkenntnisse der Forschungsarbeit
Die Studie bietet aufschlussreiche Ergebnisse über die Anpassungsmechanismen der biologischen Systeme an wiederkehrende Belastungen. Die Autoren haben festgestellt, dass es eine deutliche Gewöhnung der Cortisolreaktionen bei wiederholtem psychosozialem Stress gibt. Diese Erkenntnis ist wesentlich, da Cortisol oft als Indikator für Stressreaktionen angesehen wird.
Allerdings zeigen die Untersuchungen auch, dass die Resultate für die Reaktionen des autonomen Nervensystems sowie des Immunsystems weniger einheitlich ausfallen. Dies wirft Fragen auf und eröffnet neue Forschungsansätze zur weiteren Klärung dieser biologischen Anpassungen.
Bedeutung und Zugänglichkeit der Publikation
Die Direktor:innen des Stress Measurement Network bewerten alle eingereichten Arbeiten nach wissenschaftlicher Qualität, Innovationspotenzial sowie ihrer Bedeutung für das Forschungsfeld. Die Arbeit von Barthel und ihrem Team hat durch ihre Tiefe und Detailtreue in diesem Zusammenhang überzeugt.
Ein weiteres positives Merkmal dieser Publikation ist, dass sie als Open Access erschienen ist und somit frei zugänglich ist. Dies ermöglicht es einem breiteren Publikum, von den Erkenntnissen zu profitieren und das Verständnis der biologischen Mechanismen der Anpassung an Stress zu vertiefen.
