Am 6. Mai 2026 steht in Lübeck ein bedeutendes Ereignis bevor. Am 13. Mai, um 18:30 Uhr, findet im Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Vortrag im Studium Generale mit dem Titel „Wissenschaft unter Druck“ statt. Diese Veranstaltung widmet sich den aktuellen Herausforderungen, die Wissenschaftler und Forscher angesichts politischer Einflüsse erleben.
Die Vortragsreihe hat sich das Ziel gesetzt, die Gefahren für die Wissenschaft in demokratischen Gesellschaften zu analysieren und Resilienz-Potenziale aufzuzeigen. Dabei wird festgestellt, dass Wissenschaft zunehmend politisch als irrelevant dargestellt wird. Es gibt eine wachsende ideologische Bekämpfung von Wissenschaft, was besorgniserregend ist.
Kritische Herausforderungen für die Wissenschaft
In der heutigen Zeit wird von der Wissenschaft erwartet, dass sie effizient ist und schnell Innovationen hervorbringt. Zudem wird eine ökonomische Konkurrenzfähigkeit gefordert. Diese höheren Erwartungen können dazu führen, dass die Wissenschaft ihren ursprünglichen Zweck, den Erkenntnisgewinn, aus den Augen verliert.
Im Rahmen der Vortragsreihe werden verschiedene Themen behandelt, die für die Zukunft der Wissenschaft von Bedeutung sind. Weitere Termine sind interessant, denn sie decken eine Vielzahl von Aspekten der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion ab. Zum Beispiel wird am 15. April das Thema der Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit von Uwe Schimank aus Bremen behandelt. Am 29. April geht es um demokratischen Wandel und Wissen, präsentiert von Jan Groos aus Berlin.
Vielfältiges Programm
Die Vortragsreihe wird fortgesetzt mit verschiedenen Referenten, die unterschiedliche Perspektiven auf die Herausforderungen und Bedrohungen für die Wissenschaft einbringen. Die folgenden Termine sind Teil des Programms:
| Datum | Thema | Referent |
|---|---|---|
| 15. April | Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit | Uwe Schimank, Bremen |
| 29. April | Demokratischer Wandel und Wissen | Jan Groos, Berlin |
| 21. Mai | Nützlich, relevant, ihr Geld wert? | Paula Irene Villa, München |
| 3. Juni | Politische Angriffe auf die Klimaforschung | Silke Beck, München |
| 17. Juni | Wissenschaft unter Repression und im Exil: der Fall Belarus | Olga Shparaga, Hagen |
| 1. Juli | Haltung zeigen! Zur Demokratieverantwortung der Wissenschaft | Amrei Bahr, Stuttgart |
| 8. Juli | Wissenschaft unter Druck – Erfahrungen aus den USA | Andreas Killen, New York, und Karin Harrasser, Wien |
Diese Vorträge finden jeweils um 18:30 Uhr im Hörsaal des IMGWF/ZKFL statt. Der Eintritt ist frei, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Parcham’schen Stiftung zu Lübeck sowie der Margot und Jürgen Wessel Stiftung. Begleitend zu den Vorträgen wird ein Wahlfachpflichtseminar für Studierende aller Studienrichtungen der Universität angeboten.
Wie uni-luebeck.de berichtet, wird dieser Vortrag eine Plattform bieten, um die komplexen Beziehungen zwischen Wissenschaft und Politik zu beleuchten und ein Bewusstsein für die Herausforderungen zu schaffen, denen Wissenschaftler heute gegenüberstehen.