Am 22. Juni 2026 wurden die Auszeichnungen des Rita Süssmuth-Forschungspreises in Düsseldorf verliehen. Die Preisverleihung stand ganz im Zeichen der Förderung von Geschlechterforschung. Unter den diesjährigen Preisträger*innen waren Dr. Annika Klanke von der Universität Bielefeld und Professorin Dr. Ulrike Krause von der Universität Münster. Der Preis würdigt herausragende Arbeiten, die Geschlechteraspekte in den Fokus rücken.

Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreichte die Auszeichnungen und hielt eine bewegende Laudatio zum Andenken an die verstorbene Professorin Dr. Rita Süssmuth. Diese setzte sich zeitlebens für die Gleichbehandlung der Geschlechter ein. Klanke erhielt den Preis in der Kategorie „Impulse“ für ihre eindrückliche Forschung zur feministischen Essayistik.

Anerkennung für kreative Forschung

Dr. Klankes Forschungsarbeit thematisiert die Verknüpfung zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Essays. Dies ist besonders relevant im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Debatten über Geschlecht und Identität. Die Literaturwissenschaftlerin plant zudem eine internationale Sommerschule, die sich mit Literatur des 16. bis 19. Jahrhunderts auseinandersetzen wird. Seit 2021 lehrt sie am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZG) der Universität Bielefeld.

Professorin Dr. Ulrike Krause wurde in der Kategorie „Forschung plus“ ausgezeichnet. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Geschlecht in den Kontexten von Flucht und Gewalt, ein Thema, das angesichts globaler Krisen und Migration enorm an Bedeutung gewonnen hat. Krauses Forschung steht im Einklang mit der Zielsetzung des Rita Süssmuth-Forschungspreises, die Förderung zusammenhänge von Geschlechterforschung.

Der Preis im Überblick

Der Rita Süssmuth-Forschungspreis wurde erstmals im Jahr 2019 vergeben und wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisgelder betragen 35.000 Euro in der Kategorie „Impulse“ und 70.000 Euro in der Kategorie „Forschung plus“. Diese Mittel sind speziell für die Nachwuchsförderung vorgesehen. Bei der Jury zur Preisvergabe handelt es sich um Expert*innen, die nicht aus Nordrhein-Westfalen stammen, was eine unabhängige und objektive Entscheidung gewährleistet.

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Die Auszeichnung stellt nicht nur eine hohe Ehre für die Preisträger*innen dar, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit von Geschlechterforschung in der Wissenschaft.