Wissenschaftsreform 2026: GWK bringt entscheidende Änderungen für Forschung!
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 10. Juli 2026 entscheidende Anpassungen an ihrem Abkommen sowie an der Geschäftsordnung beschlossen. Diese Anpassungen treten sofort in Kraft und zielen darauf ab, die Entscheidungsfähigkeit der GWK zu sichern und die gemeinsame Finanzierung von Wissenschaft durch Bund und Länder zu stärken. Dies berichtet die Filmuniversität.
Ein zentrales Merkmal der Änderungen ist, dass Entscheidungen der GWK und ihres Ausschusses nunmehr eine qualifizierte Mehrheit erfordern. Dies bedeutet konkret, dass die Zustimmung des Bundes sowie von mindestens 13 Ländern notwendig ist. Eine Ausnahme von dieser Regelung stellt der Abschluss von Vereinbarungen im Schwerpunkt Hochschulen dar, wo die Zustimmung aller Länder erforderlich ist. Diese Neuerungen sind Teil der Bemühungen der GWK, „Gemeinsam die Wissenschaft zu stärken“, wie es im Leitmotiv der Institution heißt.
Stärkung der Entscheidungsstrukturen
Die aktualisierten Regelungen im GWK-Abkommen und den unbefristeten Finanzierungsvereinbarungen sind darauf ausgelegt, das Fortbestehen auch bei einem möglichen Austritt einzelner Länder zu sichern. Ein neu eingeführter Verfahrensweg erlaubt zudem, dass eine Einrichtung oder ein Programm weiterhin bestehen bleiben kann, selbst wenn die Finanzierung eines Landes ausbleibt. Dafür können Bund und Länder oder auch Länder untereinander freiwillige und vorübergehende Finanzierungsbeiträge leisten.
Die Vorsitzende der GWK, Dorothee Bär, hebt die Wichtigkeit von Freiheit und Verlässlichkeit in der Forschungspolitik hervor. Falko Mohrs, der stellvertretende Vorsitzende der GWK, ergänzt, dass robuste Strukturen für eine widerstandsfähige Wissenschaftspolitik notwendig sind. Die Einstimmigkeit solle nur dort erforderlich sein, wo das Grundgesetz dies explizit vorschreibt.
Finanzielle Absicherung der Wissenschaft
Die GWK spielt eine maßgebliche Rolle in der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre in Deutschland. Zur Stärkung der Wissenschaft wird die wichtige Rolle der Forschungsarbeit an Hochschulen und außerhochschulischen Einrichtungen betont, die entscheidend zur Lösung drängender Zukunftsfragen beiträgt. Hochschulen garantieren durch akademische Lehre eine hochqualifizierte Ausbildung und sichern den Fach- und Führungskräftenachwuchs.
Um gute Rahmenbedingungen in der Wissenschaft zu gewährleisten, sind Investitionen von Bund und Ländern unverzichtbar. Jährlich werden über 17 Milliarden Euro in gemeinsamen Förderprogrammen und Projekten bereitgestellt, um die starke Stellung der Wissenschaft in Deutschland zu sichern. Diese Informationen stammen aus der GWK Bonn.
Die aktuellen Fassungen des GWK-Abkommens, der Geschäftsordnung und der Vereinbarungen sind in der Informationsbroschüre „Grundlagen der GWK 2026/2“ verfügbar, die weitere Einblicke in die neusten Entwicklungen und Strukturen der GWK bietet.
