Die Universität Osnabrück wird am 23. Juni 2026 von 15 bis 18 Uhr im Helikoniensaal des Bohnenkamp-Hauses im Botanischen Garten eine bedeutende Veranstaltung ausrichten. An diesem Tag feiern die beiden neuen Stiftungsprofessuren für Berufsdermatologie und berufsbezogene Gesundheitspädagogik ihre offizielle Einführung. Besondere Grußworte werden von Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger, Vizepräsident für Forschung, gesellschaftlichen Dialog und Transfer, sowie weiteren hochrangigen Vertretern der Universität gehalten.

Zu den Rednern gehören unter anderem Prof. Dr. Simone Pika, Dekanin des Fachbereichs Humanwissenschaften, und Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, Direktor des Instituts für Gesundheitsforschung und Bildung. Auch die Vertreter des Stifters, Prof. Dr. Stephan Brandenburg sowie Rolf Keppeler, nehmen an der Veranstaltung teil. Zudem wird Prof. Dr. Swen Malte John, ehemaliger Inhaber der Stiftungsprofessur für Berufsdermatologie, seinen Teil zur Feier beitragen.

Antrittsvorlesungen zu bedeutenden Themen

Die Antrittsvorlesungen werden durch Prof. Dr. Christoph Skudlik und Prof.in Dr. Annika Wilke gehalten. Prof. Skudlik wird sich in seiner Vorlesung mit der Frage beschäftigen, welche Wege eine zukunftsorientierte, wissenschaftlich begründete Berufsdermatologie beschreiten kann, und er wird die Dringlichkeit interprofessioneller Strukturen für eine evidenzbasierte medizinische Versorgung betonen. Prof.in Dr. Wilke wird den Stellenwert gesundheitspädagogischer Schulungen bei der interprofessionellen Betreuung von Menschen mit berufsbedingten Hauterkrankungen beleuchten.

Die beiden Professuren werden von der iDerm gGmbH finanziert, die von der BG Klinikum Hamburg gGmbH getragen wird. Die iDerm gGmbH ist seit 2008 auf die medizinisch-pädagogische Versorgung von Versicherten mit beruflich bedingten Hauterkrankungen in Deutschland spezialisiert und spielt eine entscheidende Rolle in der Optimierung der Prävention und Rehabilitation.

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Prof. Christoph Skudlik, seit dem 1. Dezember 2025 Chefarzt des Instituts für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation, hebt die Herausforderungen hervor, die die Dermatologie, insbesondere im Hinblick auf den Facharztmangel, mit sich bringt. Er betont die Notwendigkeit eines nachhaltig tragfähigen Versorgungsmodells und plant die Schaffung bundesweit überregionaler Zentren, um eine flächendeckende, interprofessionelle Versorgung sicherzustellen.

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Für die kommenden fünf Jahre steht das Ziel im Vordergrund, eine qualifizierte, flächendeckende Versorgung von Patienten mit berufsbedingten Hauterkrankungen deutschlandweit anzubieten. Innovative Versorgungswege, wie Teledermatologie und die app-basierte Patientenführung, sollen die Zugänglichkeit und Effizienz weiter erhöhen.

Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitswissenschaftlern und Gesundheitspädagogen wird als unerlässlich erachtet, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten. Rolf Keppeler, Geschäftsführer des BG Klinikums Hamburg und des iDerm, hebt hervor, wie wichtig die Stiftungsprofessuren für eine praxisnahe Forschung sind. Diese Initiative verdeutlicht die enge Verknüpfung von Lehre, Forschung und praktischer Anwendung im Gesundheitsbereich.

Diese bedeutende Veranstaltung an der Universität Osnabrück, die sowohl die akademische Gemeinschaft als auch die praktischen Aspekte der Berufsdermatologie und Gesundheitspädagogik vereint, ist ein Ausdruck des Engagements für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.