Die Universität Marburg hat am 23. April 2026 am bundesweiten Girls‘ Day und Boys‘ Day teilgenommen, um Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in verschiedene Studienrichtungen und Berufe zu bieten. Diese Initiative zielt darauf ab, den Jugendlichen eine Plattform zu bieten, um ihre Interessen zu entdecken und erste Erfahrungen zu sammeln.
Ein abwechslungsreiches Programm wurde in mehreren Fachbereichen angeboten, darunter Physik, Chemie, synthetische Biologie und Garten- und Landschaftsbau. Zu den Highlights der Veranstaltung gehörten spannende Workshops wie „Von der Werkstatt ins Labor: Dein Tag in der Welt der Physik!“ und „Programmieren in den Naturwissenschaften“. Schüler*innen konnten auch die „faszinierende Welt der synthetischen Biologie“ erkunden, insbesondere in einem Workshop von iGEM Marburg.
Vielfältige Angebote für Schüler*innen
Die angebotenen Aktivitäten reichten von praktischen Tätigkeiten im Labor bis hin zu Erfahrungen in der Natur. Beim Boys’ Day konnten die Teilnehmer Einblicke in den Beruf des Tierpflegers gewinnen und aktiv mit Tieren arbeiten. Ein besonderes Erlebnis war der gemeinsame Spaziergang mit Lamas durch den Botanischen Garten Marburg. Dies sollte den Jungen helfen, ein besseres Verständnis für den Tierpflegeberuf zu entwickeln.
Der Girls’ Day bot den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, im Labor ein grün fluoreszierendes Protein (GFP) aus Bakterien aufzubereiten. Die Konzentration dieses Proteins wurde mit einem Bradford-Assay bestimmt, was den jungen Frauen wertvolle praktische Kenntnisse in den Naturwissenschaften vermittelte.
Diese Veranstaltungen fördern das Entdecken von Interessen unabhängig von Geschlechterklischees. Der Girls‘ Day und Boys‘ Day sind Teil einer größeren Initiative, die darauf abzielt, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Stärken zu erkunden und erste Schritte in unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Bereichen zu gehen.
Die Universität Marburg sieht in dieser Art von Veranstaltungen eine wichtige Chance, den Schüler*innen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Begeisterung für wissenschaftliche Berufe zu wecken. Solche Initiativen sind entscheidend, um die Gleichstellung der Geschlechter in Bereichen zu fördern, die traditionell von einem Geschlecht dominiert werden.
Die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung am 23. April zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen zu ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen und verschiedene berufliche Perspektiven zu erkunden, unabhängig von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen.