Am 21. Mai 2026 kam die Task Force unter der Leitung von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Professor Hasso Plattner zu ihrer vierten Sitzung zusammen. Dies geschah im Kontext der planmäßigen Vorbereitungen für den Bau eines vierten Campus der Universität Potsdam am Brauhausberg sowie dem Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am Griebnitzsee. Finanzminister Daniel Keller nahm erstmals an dieser Sitzung teil, nachdem der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen vom Innen- zum Finanzministerium übergegangen ist, wie uni-potsdam.de berichtet.

Im Rahmen dieser Planungen wurde am 2. Juni 2025 ein Letter of Intent für den Neubau des Campus Brauhausberg sowie den Ausbau des HPI unterzeichnet. Der nächste Schritt ist die öffentliche Beteiligung zum Entwurf des Bebauungsplans für den Brauhausberg, die am 2. Juni 2026 beginnen wird. Zudem werden die Ergebnisse der städtebaulichen Vorzugsvariante zur Gestaltung des neuen Campus Mitte Juni präsentiert. Ein Markterkundungsverfahren wurde abgeschlossen, jedoch wurden keine weiteren Zuwendungsgeber gefunden.

Entwicklungen im Hochschulsystem

Im Rahmen des Projekts werden die vertragsrechtlichen Grundlagen für das Großvorhaben derzeit erarbeitet, mit dem Ziel, noch in diesem Jahr Verträge abzuschließen. Eine Vorzugsvariante für den Campus wurde aus ursprünglich drei präsentierten Varianten entwickelt und wird im kommenden Monat öffentlich vorgestellt. Weiterhin befindet sich ein Raum- und Flächenprogramm sowie eine Funktionale Leistungsbeschreibung in der Entwicklung.

Ein fester Bestandteil dieser Entwicklungen ist die Reform des Hochschulrechts, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Diese sieht beschleunigte Berufungsverfahren und mehr Autonomie für staatliche Hochschulen vor. Der Entwurf des „Gesetzes zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Brandenburgischen Hochschulsystems“ wurde bereits am 31. März 2026 vom Kabinett verabschiedet und wird nun im Landtag beraten.

Digitale Zukunft gestalten

Der Ausbau des HPI und die damit verbundene Gründung der Digital Engineering Fakultät zielen darauf ab, die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken. Diese fakultätsübergreifende Bildungseinrichtung, die erstmals im Juni 2016 durch Hasso Plattner angekündigt wurde, ist die erste vollständig privat finanzierte Fakultät einer öffentlichen Universität in Deutschland und ging am 1. April 2017 in Betrieb. Ihr Ziel ist es, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern und Fachkräfte im Bereich digitale Ingenieurwissenschaften auszubilden, wie hpi.de ausführt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Um den Herausforderungen der modernen Technik gerecht zu werden, soll die Digital Engineering Fakultät neue Masterstudiengänge und Forschungsschwerpunkte im Bereich Künstliche Intelligenz entwickeln. Dies erfolgt in enger Kooperation mit der Universität Potsdam, um die wissenschaftliche Vernetzung zu stärken und den Austausch zwischen Theorie und Praxis zu fördern.

Zusätzlich wurden viele Publikationen zur Curriculumsentwicklung veröffentlicht, die sich mit der Integration von Künstlicher Intelligenz in Ingenieurstudiengänge befassen. Diese Arbeiten reflektieren das Bestreben, Lehrinhalte zeitgemäß zu gestalten und durch interdisziplinäre Curriculumworkshops Innovationspotential besser zu nutzen, wie hochschulforumdigitalisierung.de dokumentiert.

Durch die Initiative am Brauhausberg und den Ausbau des HPI sollen moderne, zukunftsorientierte Studienbedingungen in Potsdam etabliert werden. Ziel ist es, den Standort als eine zentrale Anlaufstelle für exzellente Bildung und Forschung im IT- und Digital Engineering-Bereich weiterzuentwickeln.