Ab dem Wintersemester 2026/2027 wird an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ein neuer Bachelorstudiengang in Wirtschaftsinformatik angeboten. Dieser zielt darauf ab, betriebswirtschaftliche Fragestellungen mit den modernen Disziplinen Data Science und Maschinelles Lernen zu verknüpfen. Der Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften hat sich auf die Fahnen geschrieben, Studierende optimal auf die Herausforderungen der datengetriebenen Welt vorzubereiten. Die Pressestelle der Universität Mainz hebt hervor, dass dieser innovative Studiengang eine interdisziplinäre Ausrichtung aufweist, die Elemente aus verschiedenen Disziplinen wie Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Statistik und angewandte Mathematik vereint.
Warum ist dieser Studiengang so wichtig? In der heutigen Wirtschaft stehen Unternehmen vor der Herausforderung, massive Datenmengen auszuwerten und fundierte Entscheidungen zu treffen. Der neue Studiengang in Mainz wird die Studierenden auf genau diese Anforderungen vorbereiten. Durch die Kombination von theoretischen Kenntnissen und praktischen Anwendungsfällen sollen die Absolventen in der Lage sein, datenbasierte Entscheidungsfindungen zu treffen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen verantwortungsvoll zu gestalten.
Studieninhalte und Methodik
Das Curriculum des Bachelorstudiengangs umfasst Pflichtmodule, die grundlegende Kenntnisse in Mathematik, Statistik, Datenanalyse und Programmierung beinhalten. Auch komplexe Themen wie Big Data, Datamining und Datenvisualisierung stehen auf dem Lehrplan. Laut der Webseite des Fachbereichs wird zusätzlich eine praxisnahe Ausbildung gefördert, um den Studierenden konkrete Anwendungsszenarien aus Bereichen wie Marketing, Logistik, Finanzwesen und Controlling nahezubringen.
Des Weiteren wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, individuelle Schwerpunkte im Wahlpflichtbereich zu setzen. So können sie sich je nach Interesse in Themen wie Nachhaltigkeit oder Recht vertiefen. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist die Bachelorarbeit, die im sechsten Semester angefertigt werden muss.
Berufliche Perspektiven
Die beruflichen Perspektiven für Absolventen dieses Studiengangs sind breit gefächert. Das Einsatzgebiet reicht von der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen über die Automatisierung von Prozessen bis zur Mitgestaltung digitaler Geschäftsmodelle. Die Absolventen sind somit nicht nur in der Lage, Daten zu analysieren, sondern auch, diese Erkenntnisse strategisch in Unternehmensentscheidungen einfließen zu lassen. Gefragte Bereiche sind unter anderem Data Analytics, Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung.
Die Zielgruppe für diesen neuen Studiengang sind vor allem Studieninteressierte mit einem starken Interesse an Zahlen, Algorithmen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Eigenschaften wie analytisches Denken, Teamfähigkeit und die Bereitschaft zu faktenbasierten Entscheidungen werden als wichtige Zulassungsvoraussetzungen genannt. Diese Synergie aus technischem und betriebswirtschaftlichem Wissen solle die Absolventen bestens auf die Herausforderungen der digitalen Wirtschaft vorbereiten, wo „Data is the new oil“ ist, wie es treffend formuliert wird.Die Duale Hochschule Baden-Württemberg fasst zusammen, dass diese Kompetenzen Unternehmen dabei unterstützen, Bedeutung aus großen Datenmengen abzuleiten und in eine datenzentrierte Sichtweise zu transformieren.
Die Bewerbungsfrist für den neuen Bachelorstudiengang endet am 15. Juli 2026. Somit haben Interessierte noch ausreichend Zeit, sich auf das Studium vorzubereiten und ihre analytischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln.