Was passiert eigentlich an den Mittelschulen in Bayern? Oft nehmen diese Institutionen in der öffentlichen Wahrnehmung einen eher negativen Platz ein. Doch mit den richtigen Mentoren können sich die Perspektiven für Studierende und zukünftige Lehrkräfte erheblich verändern. Christina Wühr zeigt, wie die Brücke zwischen Theorie und Praxis erfolgreich geschlagen werden kann. Seit September 2024 ist sie Mentorin für Mittelschulstudierende an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und hat sich ein wichtiges Ziel gesetzt: Die positiven Aspekte der Mittelschule herauszustellen.

„Die Studierenden stehen häufig unvorbereitet vor der Realität in der Schule“, sagt Wühr, die halbtags an der KU und gleichzeitig an der Mittelschule Schottenau unterrichtet. Ihre Mentorenstelle ist Teil einer bayernweiten Initiative zur Unterstützung von Mittelschulstudierenden, die zunächst auf drei Jahre angelegt ist. Wühr bietet praxisnahe Beratung, organisiert Workshops für Substitutionskräfte und besucht die Studierenden im Blockpraktikum. Sie fördert auch den Aufbau eines Netzwerks zwischen den Studierenden und Schulen, um ihnen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern.

Enger Kontakt und Praxisnähe

Ein besonderes Merkmal der Mittelschule ist das Klassleiterprinzip, das enge Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schülern fördert. Wühr ist sich bewusst, dass diese Verbindungen entscheidend für den Lernerfolg sind. Daher organisiert sie regelmäßige Treffen wie das „EduCafé“, das am 16. Juli mit einem Impulsvortrag von Mittelschullehrerin Julia Zettel stattfindet. Diese informellen Treffen dienen nicht nur dem Austausch, sondern auch der Vernetzung – für viele ein Schlüssel zu einer erfolgreichen Karriere an der Mittelschule.

Wührs Engagement zeigt sich dabei nicht nur in den Workshops, sondern auch in ihrer positiven Einstellung zur Stellensituation für Absolventen. „Die Chancen, eine Stelle an bayerischen Mittelschulen zu bekommen, stehen gut“, motiviert sie die angehenden Lehrkräfte. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Quereinsteigern – auch hier wird deutlich, wie wichtig ein solides Netzwerk und praxisnahe Beratung sind.

Ein Netzwerk für die Zukunft

In einer Zeit, in der pädagogische Herausforderungen immer komplexer werden, betrachtet Wühr ihre Rolle als Mentorin als eine, die Räume für Wachstum schafft und Schülerinnen, Schülern sowie Lehrkräften die Möglichkeit zur Entfaltung bietet. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist geprägt von Offenheit, Neugier und einem tiefen Verständnis für die Entwicklungsprozesse, die in Schulen stattfinden. „Es geht nicht darum, an der Spitze zu stehen, sondern mittendrin zu agieren“, erklärt sie.

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Mit ihrem Ansatz und ihrer Leidenschaft für die Bildung leistet Wühr einen wertvollen Beitrag zur positiven Entwicklung der Mittelschulen in Bayern und zeigt, dass es auf den zweiten Blick auch viel Gutes in diesem Berufsfeld gibt. Wer Interesse hat, mehr über die Mentorenangebote oder die nächsten Veranstaltungen zu erfahren, findet alle Infos auf der entsprechenden Seite der KU oder über Schulmentorin.