Was passiert, wenn Theorie auf Praxis trifft? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer spannenden Kooperationsveranstaltung zwischen der Katholischen Universität (KU) und staatlichen Seminaren für Grundschullehrkräfte in Oberbayern. 20 Lehramtsanwärter und 20 Studierende aus verschiedenen Lehrämtern experimentierten mit innovativen Lehrkonzepten, um Englisch im Grundschulunterricht lebendiger und praxisnäher zu gestalten. Eines der zentralen Themen in dieser Veranstaltung war „At the zoo“ – ein erlebnisreicher Tag im Zoo, bei dem die Kinder spielerisch Englisch lernen sollten. Diese innovative Herangehensweise ist Teil des Storyline-Ansatzes, der aus der Glasgow-Methode stammt und das Lernen durch eine fesselnde Rahmengeschichte ermöglicht, in die die Lernenden aktiv eingebunden werden.

Die Veranstaltung wurde von Dr. Sandra Stadler-Heer, Dr. Claudia Rathmann und Astrid Wilhelm-Kinuthia geleitet. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, in Kleingruppen kreativ zu arbeiten und maßgeschneiderte Lösungen für die Herausforderungen zu entwickeln, die im Laufe der Unterrichtseinheit auftraten. Dazu gehörten beispielsweise das Erstellen von Tierrätseln in Fremdsprache, die individuelle Gestaltung von Gehegen, das Verfassen von Tiersteckbriefen und die Planung eines Zoobesuchs.

Die Storyline-Methode im Detail

Was genau ist die Storyline-Methode? Diese innovative Methode basiert auf einem klaren Plot, der Charaktere, einen zeitlichen und räumlichen Rahmen mit einschließt, sowie Probleme, die es zu lösen gilt. Im Verlauf der Unterrichtseinheit erleben die Lernenden unterschiedliche Phasen, angefangen von der Einführung in die Geschichte bis hin zur Erarbeitung von Lösungsansätzen für definierte Probleme. Wichtig sind hierbei die Schlüsselfragen, die die Lernenden anleiten und neue Herausforderungen eröffnen. Jede Themensequenz dieser Methode erfordert aktives Mitwirken und fördert die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler.

Für die Durchführung dieser Methode sind unterschiedliche Materialien hilfreich, darunter Bastelutensilien, Fachbücher sowie digitale Werkzeuge, die den Unterricht anreichern. Besonders in der heutigen Zeit, wo digitale Medien eine immer größere Rolle spielen, ist der Einsatz von Technologien wie KI eine spannende Möglichkeit, den Unterricht zu bereichern. Ein anschauliches Beispiel aus der Veranstaltung war eine KI-generierte Zookarte, die als „stummer Impuls“ diente, um die Teilnehmenden in die Thematik einzuführen.

Pädagogischer Mehrwert und Ausblick

Die Veranstaltung brachte zahlreiche Vorteile mit sich. So konnten die Studierenden der KU wertvolle Einblicke in die praktischen Aspekte der Lehrkräftebildung gewinnen und wurden dabei von den Lehramtsanwärtern mit akademischem Input unterstützt. Diese Form des fächerübergreifenden Arbeitens fördert nicht nur die kommunikativen Kompetenzen der Lernenden, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis. In Anbetracht der aktuellen Diskussionen um die Kürzung von Schulstunden im Fach Englisch ist diese methodische Herangehensweise besonders relevant.

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Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ausstellung von Best-Practice-Materialien, die den Teilnehmenden als Inspirationsquelle diente. Zudem streben die Organisatoren an, das Format zu wiederholen und weitere Lehrseminarleitungen zur Mitarbeit einzuladen. So wird ein Netzwerk geschaffen, welches das Lernen und Lehren von Englisch in Grundschulen nachhaltig verbessert. Für alle, die Englisch an Grundschulen unterrichten oder sich dafür interessieren, lohnt sich ein Blick auf die weiterführenden Informationen auf Westermann.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung, wie viel Potenzial in der Verbindung von Theorie und Praxis steckt und dass innovative Ansätze im Englischunterricht nicht nur nötig, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden können.