Berliner Klima-Experten legen Plan für Millionen neue Bäume vor!
Die Herausforderungen des Klimawandels stehen in der Hauptstadt Berlin im Mittelpunkt einer neu eingeschlagenen Strategie, die unter wissenschaftlicher Begleitung vergeben werden soll. Professorin Gabriele G. Kiefer von der Technischen Universität Braunschweig hat sich in diesem Kontext einen Platz im frisch gegründeten Wissenschaftlichen Beirat für Klimaanpassung gesichert. Diese Initiative, die vom Senat eingesetzt wurde, verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse nahtlos in politische Entscheidungen zu integrieren und damit die Effizienz von Klimaanpassungsmaßnahmen zu steigern. Der Beirat wird in seiner ersten Sitzung am 30. Juni 2026 tätig werden, um die politischen Rahmenbedingungen optimal zu unterstützen und zu reflektieren.
Ein zentrales Element dieser Bemühungen ist das Berliner Klimaanpassungsgesetz (KAnGBln), auch bekannt als BäumePlus-Gesetz. Dieses Landesgesetz, das am 7. November 2025 erlassen wurde und am 21. November 2025 in Kraft trat, strebt an, die Baumbestände in der Stadt bis 2040 mehr als zu verdoppeln. Dies bedeutet konkret, dass über eine Million Bäume gepflanzt werden sollen, um städtische Kühlinseln zu schaffen und die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner zu erhöhen.
Detailreiche Planungen für eine grünere Stadt
Der finanzielle Rahmen für die Umsetzung dieser ehrgeizigen Pläne ist ebenfalls gesetzt: Schätzungen zufolge werden rund 3,2 Milliarden Euro benötigt, um die Maßnahmen über einen Zeitraum von 15 Jahren zu realisieren, was jährliche Kosten von etwa 213 Millionen Euro zur Folge haben wird.
Die Ziele des Gesetzes sind klar umrissen. Es wird gefordert, dass alle 15 Meter an Straßen ein gesunder Baum gepflanzt wird, und jede Person soll in maximal 500 Meter Entfernung Zugang zu einer mindestens einen Hektar großen Grünanlage haben. Für diese Maßnahmen müssen die Bezirke Hitzeaktionspläne entwickeln, um den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Stadtteile gerecht zu werden. Bis Ende 2027 sollen bereits 440.000 Straßenbäume gepflanzt werden, was die ø-liche Sicht auf die städtische Landschaft erheblich verändert.
Zusätzliche Unterstützung durch Bund und Initiativen
Die wachsende Dringlichkeit der Klimaanpassung wird auch durch ein bundesweites Förderprogramm unterstützt, das seit 2020 gilt. Dieses Programm hilft Kommunen nicht nur dabei, geeignete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln, sondern legt zudem einen besonderen Fokus auf die Erhaltung und Erweiterung öffentlicher Grünflächen. Extreme Wetterereignisse wie Hitze und Starkregen nehmen zu, was die Notwendigkeit effektiver Maßnahmen zur Risikominderung unterstreicht. In diesem Zusammenhang betont das Bundesministerium für Stadtentwicklung die Wichtigkeit von Vegetation und Böden, die zur Kohlenstoffbindung beitragen.
Die Förderung von Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung und die Schaffung von Biotopverbünden sind weitere Schwerpunkte des Programms, das mittlerweile über 300 Projekte in verschiedenen Städten unterstützt hat. Mit insgesamt 656 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds stehen erhebliche Mittel zur Verfügung, um sowohl städtische als auch ländliche Räume klimafest zu machen.
Die Mobilisierung von Fachwissen, kombiniert mit einer klaren finanziellen Planung und gezielten politischen Maßnahmen, könnten in Berlin den Grundstein für eine nachhaltigere, klimaresiliente Stadtentwicklung legen, die der Urbanität der Zukunft Rechnung trägt.
Für weiterführende Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und den spezifischen Maßnahmen können Sie die vollständige Gesetzesvorlage des Berliner Klimaanpassungsgesetzes hier einsehen.
Mehr über die Initiative und die Arbeiten des Wissenschaftlichen Beirats erfahren Sie in dem Artikel von der Technischen Universität Braunschweig hier.
Eine umfassende Übersicht über das bundesweite Förderprogramm finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Stadtentwicklung hier.
