Invest in Germany Summit 2026: Deutschland wirbt mit KI, Raumfahrt und neuem Auslandskapital
In Berlin beginnt heute der Invest in Germany Summit 2026. Am 19. Oktober steht zunächst der Abendempfang „Red Carpet for Investments“ auf dem Programm. Regierungsvertreter, internationale Unternehmenschefs und Investoren werden erwartet; vorgesehen sind ein Kulturprogramm, Gespräche und Networking. Der genaue Beginn ist noch nicht veröffentlicht. Zutritt gibt es nur auf Einladung.
Am Dienstag, 20. Oktober 2026, zieht die Veranstaltung an die ESMT Berlin, Schlossplatz 1, 10178 Berlin-Mitte. Ab 08:00 Uhr werden Gäste eingelassen, akkreditiert und mit Kaffee versorgt. Wer früh da ist, hat also erst einmal Zeit für Namensschilder, kurze Gespräche und vermutlich den einen oder anderen dringend benötigten zweiten Kaffee.
Eröffnung mit Friedrich Merz
Von 09:30 bis 10:45 Uhr wird der Gipfel unter dem Motto „Re-engineering Germany“ eröffnet. Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt die Teilnehmer, anschließend geht es bei „Why Germany?“ um Wirtschaftsperspektiven. Die Bundesminister geben außerdem einen Ausblick auf Investitionsmöglichkeiten. Die Eröffnung ist für die Presse geöffnet.
Danach wird das Programm dicht. Zwischen 11:00 und 12:00 Uhr sprechen Katherina Reiche und Roland Busch von Siemens über industrielle KI und Halbleiter. Parallel widmen sich Lars Klingbeil und Valérie Baudson von Amundi dem Themenfeld Finanzen und Investitionen.
Von 12:00 bis 13:00 Uhr stehen drei weitere Gesprächsrunden an: Steffen Bilger und Bettina Orlopp von der Commerzbank sprechen über Kerninfrastruktur. Dorothee Bär und Hélène Huby von The Exploration Company diskutieren Innovation, Hightech und Raumfahrt. Um Bau und Kapital geht es bei Verena Hubertz und Christian Sewing von der Deutschen Bank.
KI, Energie und geopolitische Risiken
In der nächsten Stunde, von 13:00 bis 14:00 Uhr, rücken Energie, Digitalwirtschaft und Sicherheit in den Mittelpunkt. Katherina Reiche trifft auf Larry Fink von BlackRock, Karsten Wildberger auf Bastian Nominacher von Celonis. Über Geopolitik und Sicherheit sprechen Martin Blessing und Jeannette zu Fürstenberg von General Catalyst.
Parallel laufen von 11:00 bis 14:00 Uhr bilaterale Gespräche zwischen Bundesregierung und Wirtschaft. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich; teilnehmen können nur registrierte Gäste. Auch die späteren Networking-, B2B- und bilateralen Treffen von 15:15 bis 17:30 Uhr bleiben registrierten Gästen vorbehalten.
Das offizielle Ende ist für 17:30 Uhr angesetzt. Zuvor folgt von 14:15 bis 15:15 Uhr der Abschluss „Growing together“ mit einem Podiumsgespräch zwischen Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie einem Schlusswort von Friedrich Merz. Die Teilnahme am gesamten Summit ist ausschließlich auf Einladung möglich. Das Programm ist vorläufig und stammt aus dem September 2026; Änderungen bleiben vorbehalten. Weitere Informationen bietet die offizielle Website des Invest in Germany Summit.
Mehr Geld aus dem Ausland – aber mit Verschiebungen
Der Zeitpunkt passt zu einer Entwicklung, die den Standort derzeit begleitet: Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland haben sich 2025 deutlich erholt. Ausländische Unternehmen investierten rund 86 Milliarden Euro, 50 Prozent mehr als 2024. Grundlage sind Daten der Deutschen Bundesbank zu Direktinvestitionstransaktionen.
Im Jahr zuvor waren die Investitionen noch um fast 32 Prozent zurückgegangen. Trotzdem sollte man bei den Jahreswerten nicht allzu flott mit großen Schlussfolgerungen sein: Einzelne Großtransaktionen können das Ergebnis verzerren, außerdem werden die Daten später häufig korrigiert. Verglichen mit dem Median der Jahre 2015 bis 2024 lag der Wert von 2025 dennoch fast 11 Prozent höher.
Spannend ist vor allem, woher das Kapital kam. US-Unternehmen investierten 11,8 Milliarden Euro, rund 44 Prozent weniger als 2024. Ihr Anteil sank von über 36 auf rund 14 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Investitionen aus dem Vereinigten Königreich um rund 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro. Damit entfielen fast 31 Prozent aller ausländischen Investitionen auf Großbritannien – das Land überholte die USA.
Chinesische Investitionen erhöhten sich um rund 51 Prozent auf 199 Millionen Euro, blieben mit einem Anteil von 0,2 Prozent aber gering. Aus Chile und Saudi-Arabien stiegen die Investitionen jeweils um mehr als 40 Prozent.
Europa bleibt die wichtigste Herkunftsregion. Die EU-Staaten ohne Deutschland investierten trotz eines Rückgangs um 2,7 Prozent rund 43 Milliarden Euro. Das entsprach gut 50 Prozent aller ausländischen Investitionen. Einschließlich des Vereinigten Königreichs stammten damit mehr als 80 Prozent des Kapitals aus Europa – eine Zahl, die in den Gesprächen an der Spree sicher nicht unter den Tisch fällt.
