KI zwischen Mensch und Maschine: Insights vom Symposium in Hagen!
Am 18. Juli 2026 fand an der FernUniversität in Hagen eine wegweisende Veranstaltung des KI-Campus-Hub NRW statt, die sich mit der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Einfluss auf die Hochschulbildung beschäftigte. Gemeinsam mit dem KI:Expertisezentrum.nrw und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft wurde das Symposium unter dem Motto „Mensch und Maschine wachsen zusammen“ organisiert. Neben Beiträge von namhaften Wissenschaftler:innen wie Prof. Dr. Claudia de Witt und Dr. Peter Salden, die die drängenden Fragen der KI-Integration in den Hochschulalltag erörterten, standen zahlreiche Workshops auf dem Programm.
Im Mittelpunkt der Diskussionen betonte Prof. Dr. Claudia de Witt die Notwendigkeit bewusster Grenzziehungen beim Einsatz von Technologien im Studium. Denn trotz der Faszination für KI und ihrer Möglichkeiten sollte die Universität nicht nur als technischer Ort, sondern auch als „sozialer Ort“ verstanden werden, wie Dr. Peter Salden es treffend formulierte. Diese Perspektive ist besonders relevant vor dem Hintergrund, dass digitale Technologien die Hochschulbildung offener, gerechter und leistungsfähiger machen können, wie die Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet.
Die Zukunft der Hochschulbildung
Die Keynote von Prof. Dr. Doris Weßels gab den Teilnehmenden einen Ausblick auf die Zukunft der Hochschulbildung. Sie erklärte, dass KI-Agenten in der Lage sind, eigenständig zu planen, zu entscheiden und zu handeln, was neue Fragen zu den Anforderungen und Führungskompetenzen aufwirft. Notwendigkeit „AI Leadership“ stellte sie als Schlüssel für eine werteorientierte Steuerung von KI-Systemen heraus. Die Metapher von einem traditionellen Holzschiff und einem innovativen Schnellboot verdeutlichte die unterschiedlichen institutionellen Handlungslogiken in der Hochschulbildung.
Die Workshops während des Symposiums konzentrierten sich auf praktische Anwendungsszenarien von KI, darunter Themen wie hybride Intelligenz, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, und das drängende Anliegen, kritisches Denken zu fördern – insbesondere durch die Schaffung von KI-freien Lernräumen. Der Vortrag von Prof. Dr. Kevin Liggieri zu neuen Lernagenten und funktionalistischen Vorstellungen von Lernen erweiterte die Diskussion um individuelle Vorstellungen und Grenzen von Androiden, während der Austausch über ein „gesundes Misstrauen“ im Umgang mit KI-Systemen wichtige ethische Fragestellungen aufwarf.
Digitale Bildung im Fokus
In der breiteren Rahmenhandlung verdeutlicht die Bundesregierung mit verschiedenen Projekten und Initiativen, wie wichtig der Ausbau digitaler Kompetenzen in der Hochschulbildung ist. Unter anderem fördert die Bund-Länder-Initiative KI in der Hochschulbildung bis Ende 2025 zahlreiche Vorhaben zur Stärkung der KI-Kompetenzen bei Studierenden und Hochschulpersonal.
- Überblick der geförderten Initiativen:
- 2LIKE: KI-basierte Lernangebote an der Universität Ulm
- ALI: Interdisziplinäres Studienangebot an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
- CAVAS+: KI-gestütztes Assistenzsystem zur Studienplanung an der Universität Potsdam
- IKILeUS: Lehrangebote zur Stärkung von KI-Kompetenzen an der Universität Stuttgart
- INTER-AGENT: KI-Lehrinhalte für Gesundheitsberufe an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
- KI Rollout: KI-Qualifizierung an der Hochschule Trier
- KISS: KI-Kompetenzzentrum an der Hochschule Furtwangen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Austausch beim KI-Symposium an der FernUniversität in Hagen nicht nur wegweisend war, sondern auch den Weg für künftige Diskussionen über die Rolle von KI in der Hochschulbildung ebnet. Die Veranstaltung stellt unter Beweis, wie wichtig die Verbindung von Innovation und Verantwortung ist, während wir uns auf die Herausforderungen und Chancen von Künstlicher Intelligenz in der Bildung vorbereiten. Ein nächstes KI-Symposium ist bereits in Planung, und die Vorfreude darauf ist groß.
