Künstliche Intelligenz: So profitieren KMU von menschzentrierter Implementierung!
Mit Blick auf die Herausforderungen und Chancen, die sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ergeben, fand heute eine spannende Ringvorlesung statt, die die Implementierung dieser Technologien ins Zentrum rückte. Zentrale Frage dabei war: Wie gelingt die KI-Implementierung unter Berücksichtigung von Menschen, Prozessen und Verantwortung? Laut businessschool-berlin.de sind viele Unternehmen inzwischen gut vertraut mit Tools wie ChatGPT, Copilot oder Automatisierungstools, doch der Weg zur effektiven Integration ist noch beschwerlich.
Die Vortragende Kristina Bodrožić-Brnić, eine erfahrene KI-Trainerin, hob hervor, dass KMU konkrete nächste Schritte benötigen, um zeitaufwendige Aufgaben und Reibungsverluste zu identifizieren. Ein besonderer Fokus lag darauf, wie eine menschzentrierte KI-Implementierung das Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Technologien fördern kann. Hierbei ist die Einbeziehung der Mitarbeitenden in den Lösungsfindungsprozess entscheidend. Denn nur so kann Akzeptanz für die neuen Technologien geschaffen werden.
Praxisnahe Ansätze für KMU
Ein wichtiges Instrument in diesem Kontext ist der KI-Use Case Canvas. Dieses Framework ermöglicht es Unternehmen, KI-Anwendungsfälle strukturiert zu entwickeln. Es berücksichtigt dabei verschiedene Faktoren, wie den Ausgangsprozess, die Ziele, den Nutzen und die Verantwortlichkeiten. Wie mittelstand-digital.de erklärt, umfasst der Prozess sechs wesentliche Schritte: Beschreibung des Ausgangsprozesses, Definition von Ziel und KI-Anwendung, Ressourceneinsatz, Formulierung des optimierten Zielprozesses, Chancen- und Risikoabwägung sowie die Entwicklung einer Roadmap zur Umsetzung.
Die Anwendung von KI bietet KMU zahlreiche technologische und organisatorische Potenziale. Automatisierungen können Geschäfts- und Produktionsprozesse effizienter gestalten, Durchlaufzeiten verkürzen und die Entscheidungsqualität erhöhen. Der Demonstrator „LesswAIste“ ist ein eindrucksvolles Beispiel, wie KI im Bäckereihandwerk zur effizienten Erfassung und Analyse von überschüssigen Bäckereiprodukten eingesetzt wird. Solche Praxisbeispiele zeigen, dass der Einsatz von KI nicht nur möglich, sondern auch wertvoll ist, sofern man die richtigen Schritte geht.
Der Mensch im Mittelpunkt
Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut Bodrožić-Brnić in der Art und Weise, wie Menschen in Organisationen einbezogen und begleitet werden. KMU müssen realistische Einschätzungen über Nutzen, Aufwand, Datenlage und Verantwortung vornehmen. Die Ringvorlesung verdeutlichte zudem, wie wichtig es für die Studierenden ist, Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien zu entwickeln und diese in der Praxis anzuwenden. Das Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur unterstützt KMU und Handwerk dabei, kostenfrei und effizient den Einsatz von KI zu gestalten. Dabei wird auch auf Unternehmenskultur, Cybersicherheit und Nachhaltigkeit geachtet.
Insgesamt bietet der Austausch von Praxiswissen und Erfahrungen den Unternehmen die nötige Orientierung, um den Herausforderungen der KI-Implementierung proaktiv zu begegnen. Dabei bleibt festzuhalten: Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration liegt in der Kommunikation und dem Vertrauen zwischen Mensch und Maschine. Und genau dafür sind solche Veranstaltungen von großer Bedeutung.
