Neue Vizepräsidenten an der FU Berlin: Vier Köpfe für eine starke Zukunft!
Am 10. Juni 2026 hat der Erweiterte Akademische Senat der Freien Universität Berlin vier neue Vizepräsiden*innen gewählt, die eine bedeutende Rolle im Präsidium der Universität übernehmen werden. Die Wahl fiel auf renommierte Wissenschaftler*innen, die in den kommenden Jahren wichtige Themenfelder vertreten sollen.
Die frisch gewählten Vizepräsiden*innen sind:
- Prof. Dr. Georg Bertram (Philosoph)
- Prof. Dr. Barbara Fritz (Wirtschaftswissenschaftlerin)
- Prof. Dr. Maria Kristina Parr (Pharmazeutin)
- Prof. Dr. Sven Chojnacki (Politikwissenschaftler)
Das neue Präsidium
Mit der Wahl setzt sich das Präsidium der Freien Universität Berlin wie folgt zusammen:
- Präsident: Prof. Dr. Günter M. Ziegler
- Kanzlerin: Andrea Güttner
Die neue Amtszeit für die gewählten Vizepräsiden*innen beginnt am 6. Juli 2026, vorbehaltlich der Bestellung durch die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft. Prof. Dr. Georg Bertram wird Erster Vizepräsident und ständiger Vertreter des Präsidenten, wobei er voraussichtlich für Berufungen zuständig sein wird. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Ästhetik, Sprachphilosophie und Sozialontologie. Seit 2022 hat er bereits das Amt des Vizepräsidenten inne und ist Sprecher des DFG-geförderten Graduiertenkollegs „Normativität, Kritik, Wandel“.
Neue Wege in Lehre und Forschung
Ein weiteres Mitglied des neuen Präsidiums, Prof. Dr. Sven Chojnacki, wurde erneut gewählt und wird zukünftig den Bereich Studium, Lehre und Lehrkräftebildung verantworten. Seine Forschungsinteressen erstrecken sich über Kriege und Gewaltkonflikte, transnationale Konfliktdynamiken sowie die gesellschaftlichen Folgen von Migration. Dies deckt sich mit den interdisziplinären Ansätzen der Friedens- und Konfliktforschung, die an der Freien Universität Berlin gelehrt und geforscht werden. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung INTERACT, das einen Schwerpunkt auf die kritische Reflexion von Frieden, Konflikt und Gewalt legt und verschiedene Disziplinen wie Politikwissenschaft, Sozialanthropologie und Soziologie integriert. Weitere Infos zu den Forschungsansätzen findet man auf der Webseite des Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung der FU Berlin, die Orientierung in dieser Thematik bietet (Polsoz FU Berlin).
Prof. Dr. Barbara Fritz und Prof. Dr. Maria Kristina Parr sind die neuen Gesichter im Präsidium. Prof. Dr. Fritz wird sich um die internationale Vernetzung sowie Gleichstellung und Diversität kümmern. Ihre Forschungsinteressen umfassen Entwicklungsökonomie und internationale Finanzfragen. Zuvor war sie als Senior Economic Affairs Officer bei der UNCTAD tätig und leitete das Lateinamerika-Institut. Prof. Dr. Parr wird voraussichtlich den Bereich Forschung betreuen und hat sich in der pharmazeutischen Analytik und Anti-Dopingforschung einen Namen gemacht.
Ein Blick in die Zukunft
Die Vizepräsident*innen bringen umfassende Expertise aus unterschiedlichsten Bereichen mit, von der Philosophie über die Wirtschaftswissenschaften bis hin zur Pharmazeutik. In einer zunehmend komplexen und globalisierten Welt ist es von zentraler Bedeutung, dass die Universität einen interdisziplinären Ansatz verfolgt. Der interdisziplinäre Masterstudiengang Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung an der Goethe-Universität Frankfurt und der Technischen Universität Darmstadt stellt dies unter Beweis und bereitet Studierende auf die Herausforderungen der politischen Gestaltung in einer zunehmend vernetzten Welt vor (Uni Frankfurt).
Die kommende Amtszeit der neuen Vizepräsiden*innen bietet zahlreiche Chancen zur Weiterentwicklung von Lehre und Forschung und wird zweifellos einen starken Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung der Freien Universität Berlin haben.
