Am 3.10.2026 in Berlin klingt Konkurrenz zunächst nach Antrieb: Wettbewerb gilt als Wirtschaftsmotor, und Menschen, die sich gern mit anderen messen, erzielen häufiger hohe Einkommen. Doch in Teams kann derselbe Impuls kippen. Das zeigt eine Studie, die persönliche Rivalität am Beispiel von Konkurrenzkämpfen zwischen NBA-Spielern untersucht.

Das Forscherteam um Linus Dahlander von der ESMT Berlin wertete dafür rund 30.000 NBA-Spiele aus. Basketball eignet sich laut den Forschern, weil sich individuelle Leistungen und der Beitrag zum Teamerfolg ziemlich präzise messen lassen. Auf dem Parkett bleibt eben vieles nicht lange verborgen – auch wenn der Schweiß rinnt und die Halle lärmt.

Mehr Punkte, weniger Mannschaft

Als Maß für den Teamerfolg diente das Net Rating. Es zeigt, wie viele Punkte ein Team pro 100 Ballbesitze mehr oder weniger erzielt, während ein Spieler auf dem Feld steht. Trifft ein Spieler auf einen persönlichen Rivalen, erzielt er im Schnitt etwa einen Punkt mehr als in anderen Spielen.

Bei durchschnittlich gut 20 Punkten pro Spiel entspricht das einem Leistungsplus von rund fünf Prozent. Der Heimvorteil steigert die persönliche Punktzahl zum Vergleich nur um etwa 2,5 Prozent. Gleichzeitig sinkt das Net Rating im Durchschnitt um knapp 1,5 Punkte pro 100 Ballbesitze – ein Rückgang von fast einem Drittel. Die Studie berücksichtigte dabei unter anderem die Qualität des gegnerischen Teams.

Rivalen konzentrieren sich stärker auf sichtbare individuelle Leistungen. Sie nehmen durchschnittlich einen Wurf mehr pro Spiel, während sich ihre Defensivwerte verschlechtern. Die Autoren sehen darin Hinweise, dass Rivalität weniger sichtbare Teambeiträge verdrängt. Der Einzelne glänzt vielleicht kurz, die Mannschaft zahlt die Rechnung später.

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Was Unternehmen daraus lernen können

Für Unternehmen leiten die Forscher drei Empfehlungen ab. Führungskräfte sollten nicht nur sichtbare Einzelleistungen belohnen, sondern auch Informationsweitergabe, Kundenpflege und die Einarbeitung neuer Kollegen bewerten. Gerade diese Arbeit verschwindet leicht unter dem Radar, obwohl ohne sie der Laden oft nicht rundläuft.

Zweitens kann Konkurrenz die Risikobereitschaft erhöhen: durch unrealistische Lieferzusagen, riskante Investitionen oder das Durchwinken fehlerhafter Produkte. Drittens sollten Manager prüfen, wie sie Aufgaben und Rollen verteilen. Trainer lassen Spieler gegen Rivalen im Schnitt gut anderthalb Minuten länger spielen, während deren Mitspieler weniger Einsatzzeit erhalten.

Offenbar nehmen die Trainer vor allem die erhöhte Motivation des Einzelspielers wahr und übersehen dessen geringeren Beitrag zum Team. Das ist ein ziemlich menschlicher Fehler: Wer sichtbar sprintet, wirft und punktet, bekommt Aufmerksamkeit. Wer Informationen weitergibt oder einen neuen Kollegen einarbeitet, eher ein knappes Nicken.

Wie stark die Bereitschaft zum Kräftemessen kulturell variiert, zeigte eine internationale Analyse anhand von Gallup-Daten. Befragt wurden 66.000 Erwachsene in 62 Ländern. Auf die Frage, ob sie generell bereit seien, sich mit anderen zu messen, antworteten in Russland, China und Indien mehr als zwei Drittel mit „Ja“.

In den USA und Großbritannien sagte mehr als die Hälfte zu. In Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern lag der Anteil unter der Hälfte. Der Konkurrenzfunke springt also nicht überall gleich leicht über – und schon gar nicht immer in dieselbe Richtung.

Eine Quelle, die erst einmal draußen bleibt

Der ergänzend angegebene Zugriff auf die Dissertation der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg war durch „Anubis“ geschützt. Das System soll aggressive automatisierte Abrufe durch KI-Unternehmen erschweren, weil solche Abrufe Ausfälle verursachen und die Website für andere Nutzer unzugänglich machen können.

Anubis verwendet ein Proof-of-Work-Verfahren nach dem Vorbild von Hashcash, das ursprünglich zur Verringerung von Spam entwickelt wurde. Die zusätzliche Rechenlast soll für einzelne Nutzer gering sein, bei massenhaftem Abrufen aber die Kosten des Scrapings erhöhen.

Als vorläufige Lösung arbeitet das System an weiteren Methoden zur Erkennung von Headless-Browsern, etwa anhand der Schriftdarstellung. Nutzer, die als wahrscheinlich legitim eingestuft werden, sollen künftig möglichst keine Proof-of-Work-Prüfung erhalten.

Für Anubis sind moderne JavaScript-Funktionen nötig. Erweiterungen wie JShelter können diese Funktionen deaktivieren und sollen für diese Domain ausgeschaltet werden. Der Hinweis erklärt damit vor allem die Zugriffshürde – zusätzliche inhaltliche Aussagen aus der Dissertation ließen sich auf diesem Weg nicht verlässlich heranziehen.

Auch die dritte angegebene Quelle, ein PDF unter mwonline.s3-eu-west-1.amazonaws.com, enthielt keine auslesbaren Nachrichteninhalte. Dort fanden sich PDF-Struktur- und Binärdaten. Für den Artikel blieb deshalb nur das, was tatsächlich lesbar und überprüfbar war – der Rest wäre bloß geraten.