Am 25. Juli 2026 besuchte Staatssekretär Guido Wendt die Europa-Universität Flensburg (EUF) im Rahmen seiner Sommerreise. Der Besuch stand im Zeichen der nachhaltigen Entwicklung und der innovativen Ansätze der Universität. Die Wissenschaftler*innen der EUF präsentierten ihre Projekte, die sich mit zentralen Fragen der Transformation und Nachhaltigkeit beschäftigen. Wendt ließ es sich nicht nehmen, das FALTER-Lab zu erkunden, einen kreativen Raum, der Bildung für nachhaltige Entwicklung fördert, geleitet von Prof. Dr. Stephanie Stiegel und Elisa Dettlof.

Ein Highlight des Besuchs war das Kartenspiel „Transformative Warm-Ups“, welches kulturelle Bildung mit Aspekten der Bildung für nachhaltige Entwicklung verbindet. Wendt testete das Spiel selbst und zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten, die es bietet, um komplexe Themen spielerisch zu vermitteln. Zudem lobte er den Erfolg der EUF in der Förderlinie „Freiraum“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.

Forschung und Projekte zur nachhaltigen Entwicklung

Ein wichtiger Teil des Programms war der Besuch des Center for Research on Sustainability and Transformation (CREST), dem dritten profilgebenden Forschungszentrum der EUF. Prof. Dr. Sybille Bauriedl informierte Wendt über aktuelle Projekte, die sich mit Themen wie der nachhaltigen Energiewende, den Knicks in der schleswig-holsteinischen Landschaft und Postkolonialismus auseinandersetzen. Wendt unterstrich die Notwendigkeit interdisziplinärer Forschung, um den Herausforderungen der Zukunft in Schleswig-Holstein zu begegnen.

Im Rahmen des Besuchs gab Prof. Dr. Pao-Yu Oei Einblicke in den Landesforschungsschwerpunkt „Energiewende“. Gemeinsam mit der Hochschule Flensburg wird ein Masterstudiengang „Sustainable Energy“ angeboten, der angehenden Fachkräften die notwendigen Kompetenzen vermittelt, um in diesem Bereich einen Unterschied zu machen. Zudem stellte Prof. Dr. Jürgen Budde Projekte vor, die aus dem Landesforschungsschwerpunkt „Transformation“ Anschubfinanzierung erhalten haben.

Ebenfalls auf dem Programm stand der Klimagarten, der die Auswirkungen von Klimaveränderungen anschaulich demonstriert. Dieses Projekt der Arbeitsgruppe Physische Geographie wurde im Jahr 2023 zusammen mit Studierenden realisiert und lädt zur aktiven Auseinandersetzung mit den Themen des Klimawandels ein.

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Die Rolle der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Im Kontext solcher Initiativen ist die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) nicht zu unterschätzen. In der Zeit von 2005 bis 2014 wurde weltweit die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt, um den Leitgedanken der nachhaltigen Entwicklung in allen Bildungsbereichen zu verankern. Diese Bemühungen sind langfristig angelegt und zielen darauf ab, Kinder, Jugendliche, Studierende und Erwachsene zur aktiven Mitgestaltung einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Umwelt zu befähigen. [Polsoz] hebt hervor, dass Bildung und lebenslanges Lernen von entscheidender Bedeutung für diesen Prozess sind.

Die Forschungszentren, wie das FFU (Forschungszentrum für Umweltpolitik), engagieren sich seit der UN-Dekade in der Entwicklung neuer Lehrformate, die Offenheit und Reflexivität fördern. Dies geschieht durch Methoden wie Zukunftswerkstätten und Rollenspiele, die den Erwerb von Gestaltungskompetenzen unterstützen. Zudem sind Programme entstanden, die sowohl auf der lokalen als auch auf der globalen Ebene Wirkung zeigen.

Die Initiativen zur BNE haben in den letzten Jahren stark an Dynamik gewonnen. Fast 2000 Projekte wurden seitdem initiiert, und zahlreiche Kommunen haben Auszeichnungen für gute Praxis erhalten. Ein zentrales Ziel bleibt, die Lehrpläne so zu gestalten, dass die Inhalte der nachhaltigen Entwicklung fest verankert sind. Diese Transformation der Lehr- und Lernmethoden ist essentiell, um eine breitere Kultur der Nachhaltigkeit zu etablieren und auf die Herausforderungen der Zukunft optimal vorbereitet zu sein.

Die aktuellen Schritte an der EUF und die in der UN-Dekade verankerten Zielsetzungen zeigen, dass Bildung der Schlüssel zu einem nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen und unserer Umwelt ist. Der Weg zur Umsetzung dieser Ziele ist noch lang, doch mit Engagement und Wissen wird man die Hürden überwinden können. Die Europa-Universität Flensburg spielt dabei eine vorantreibende Rolle.

Für weitere Informationen über die Initiativen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung besuchen Sie die Seiten von Uni Flensburg, Polsoz und BNE Portal.