Weltordnung in Gefahr: Warlords bedrohen Frieden und Völkerrecht!
Am 9. Juni 2026 wurde das spannungsgeladene Friedensgutachten 2026 in Berlin präsentiert. Renommierte Friedensexperten, darunter das INEF der Universität Duisburg-Essen, haben alarmierende Entwicklungen in der internationalen Ordnung festgestellt. Unbegrenzte Machtpolitik und Gewalt setzen dem globalen Frieden zu. Laut dem Gutachten agieren zahlreiche Groß- und Mittelmächte, einschließlich der USA, Russland, Israel, Pakistan, Äthiopien und der Golfmonarchien, zunehmend militaristisch, um ihre geopolitischen Interessen durchzusetzen.
Besonders bedenklich ist die wachsende Missachtung des Völkerrechts. Staatschefs immunisieren sich gegen internationale Normen und verhalten sich wie moderne Warlords. Beispiele wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die amerikanisch-israelische Intervention im Iran unterstreichen diese besorgniserregenden Trends. Angesichts dieser Gewaltspirale fordern die Friedensforscher ein Umdenken: Die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen muss gesichert werden, und die Bundesregierung sowie europäische Partner sind aufgefordert, Völkerrechtsbrüche entschieden zu verurteilen.
Entwicklungszusammenarbeit in der Krise
Ein zentrales Thema des Gutachtens ist die katastrophale Lage der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Kürzungen, insbesondere nach der Abwicklung der US-amerikanischen Entwicklungsorganisation USAID im Jahr 2025, haben den globalen Kampf gegen Krankheiten wie HIV-Aids, Polio und Malaria stark beeinträchtigt. Die Krisensituation in der Entwicklungszusammenarbeit wird als Bedrohung für die politische Stabilität in fragilen Regionen erkannt. Der Bedarf an friedensorientierter Entwicklungszusammenarbeit zur Unterstützung von Versöhnungsprozessen und zum Wiederaufbau wird somit umso dringlicher.
Die Herausgeber des Friedensgutachtens empfehlen eine strategische Neuausrichtung, bei der die finanziellen Ressourcen und das Fachwissen auf EU-Ebene gebündelt werden sollten. Eine stärkere Fokussierung auf Inklusivität, Menschenrechte und die Förderung des Friedens braucht ein solides Fundament, um wirksam gegen die um sich greifende Machtpolitik anzukämpfen.
Veranstaltung und Podiumsdiskussion
Die offizielle Vorstellung des Gutachtens fand im Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin statt und wurde von Dr. Friederike Krippner sowie Uwe Trittmann eröffnet. In der anschließenden Einführung von Prof. Dr. Tobias Debiel wurden die wesentlichen Punkte des Berichts skizziert. Daraus entwickelte sich eine angeregte Podiumsdiskussion mit namhaften Experten wie Achim Steiner und Katharina Ahrendts, die tiefere Einblicke in die Bedeutung der Ergebnisse und deren politische Implikationen bieten konnten.
Das Friedensgutachten 2026 thematisiert nicht nur die Herausforderungen, sondern bietet auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik, um der globalen Gewaltdynamik entgegenzuwirken. Der Zeitraum von 2021 bis 2024 war der gewalttätigste seit dem Ende des Kalten Krieges mit 61 bewaffneten Konflikten in 36 Ländern, und die Zahl der weltweit Vertriebenen überschritt im April 2025 die 120 Millionen-Marke. Dies zeigt, wie dringlich eine Neuausrichtung der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik ist.
Die Situation in den Golfstaaten, die Rivalitäten ausspielen und dabei nachhaltige Friedenslösungen torpedieren, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie komplex und vielschichtig die globalen Herausforderungen sind. Die Autorität der Vereinten Nationen steht mittlerweile auf der Kippe, was die bestehenden Machtstrukturen weiter destabilisieren könnte.
In dieser kritischen Lage ist es unerlässlich, dass Deutschland sich an das Völkerrecht orientiert, multilaterale Institutionen stärkt und neue Allianzen für Regelkonformität anstößt. Ein starkes Bekenntnis zu grundlegenden Werten wird auch auf nationaler Ebene benötigt, um den innerstaatlichen Frieden zu sichern und Extremismus entgegenzutreten.
Die Erkenntnisse des Friedensgutachtens sind ein klarer Aufruf an alle Akteure. Wenn wir die dynamischen Herausforderungen der globalen Politik in den Griff bekommen wollen, müssen wir jetzt handeln und gemeinsam Lösungen entwickeln. Die Veranstaltung lässt uns hoffen, dass wir auf dem Weg dorthin nicht allein sein werden.
