Heute, am 10. Oktober 2026, dreht sich im Klinikum Frankfurt (Oder) vieles um eine Frage, die für Betroffene und Angehörige selten nur medizinisch ist: Wie geht es nach der Diagnose weiter? Beim Patientenforum „Krebs und Selbsthilfe im Land Brandenburg“ treffen Fachleute aus Medizin, Krebsberatung und Selbsthilfe aufeinander.

Das Forum findet im Atrium im Erdgeschoss des Klinikums Frankfurt (Oder), Müllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt (Oder), statt. Beginn ist um 10:00 Uhr, das Ende ist für 14:00 Uhr vorgesehen. Eingeladen sind Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Medizin, Beratung und Selbsthilfe an einem Ort

Veranstaltet wird die Tagung vom Rhön-Klinikum beziehungsweise dem Klinikum Frankfurt (Oder) gemeinsam mit der Brandenburgischen Krebsgesellschaft e. V. sowie dem Regionalverband Prostatakrebs Berlin-Brandenburg. Auf dem Programm stehen moderne Krebsdiagnostik und Krebstherapie, Krebsberatung, Ernährung und die Arbeit der Selbsthilfe.

Als Referentinnen und Referenten sind unter anderem PD Dr. med. Konstantinos Christofyllakis, Dr. rer. nat. Maren Pflüger, Birgit Truthmann, Raina Maria Lau, Sandra Müller, Anja Weinkauf und Prof. Dr. Ralf Hafner beteiligt. Die Beiträge sollen medizinische Informationen mit den Fragen verbinden, die im Alltag oft mindestens genauso laut werden: Wo bekomme ich Unterstützung? Wer hilft bei der Orientierung? Und was kann Selbsthilfe tatsächlich leisten?

An Informationsständen können sich die Teilnehmenden informieren und austauschen. Vertreten sind unter anderem die Lebenshilfe, das klinisch-epidemiologische Krebsregister Brandenburg-Berlin, die Krebsberatungsstelle des Klinikums Frankfurt (Oder), die Brandenburgische Krebsberatungsstelle und der Verband Prostatakrebs Selbsthilfe Berlin-Brandenburg.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Anmeldung und Programm

Die Anmeldung war bis zum 30. September möglich. Dafür standen die E-Mail-Adresse hdb@lebenshilfe-ffo.de und die Telefonnummer +49 335 28051042 43 zur Verfügung. Das Veranstaltungsprogramm und die Liste der Referentinnen und Referenten stehen im Downloadbereich bereit. Dort findet sich auch das Programm „Patientenforum Krebs und Selbsthilfe im Land Brandenburg“ als Download mit einer Größe von 367 KB.

Für viele Menschen ist ein solcher Termin auch deshalb hilfreich, weil Beratung, Behandlung und Selbsthilfe nicht nebeneinanderherlaufen müssen. Man kann zuhören, nachfragen, am Stand hängen bleiben und vielleicht mit einer Telefonnummer nach Hause gehen, die später wirklich gebraucht wird.

Was das Krebsregister beiträgt

Das Klinisch-epidemiologische Krebsregister Brandenburg-Berlin, kurz KKRBB, erfasst und verarbeitet qualitätsgesicherte Daten zu Krebserkrankungen in Berlin und Brandenburg. Dazu gehören unter anderem Angaben zu Diagnose, Therapie und Krankheitsverlauf. Die Daten sollen dazu beitragen, die onkologische Versorgung zu verbessern. Das KKRBB bezeichnet sich als einziges länderübergreifendes klinisch-epidemiologisches Krebsregister Deutschlands.

Sein Angebot richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Versorgende und Dokumentierende, die Informationen zum Meldeprozess benötigen. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige finden dort Unterstützungsangebote und weiterführende Links. Außerdem stellt das Register Auswertungen der erfassten Krebsregisterdaten bereit.

Wie eng Datenerfassung, Forschung und Versorgung zusammenhängen können, zeigen die aktuellen Meldungen des KKRBB: Am 28. September 2026 wurde eine wissenschaftliche Publikation zur Prognose von Patientinnen und Patienten mit p16-positivem beziehungsweise p16-negativem Oropharynxkarzinom veröffentlicht. Sie beschreibt auch den Beitrag von Krebsregisterdaten zur klinischen Versorgung.

Am 16. September 2026 fand nach dreijähriger Pause wieder eine entitätenspezifische Qualitätskonferenz des KKRBB zum Mammakarzinom statt; darüber berichtete das Register am 22. September 2026. Für den 25. November 2026 ist von 16:00 bis 18:00 Uhr eine Online-Qualitätskonferenz zum Magenkarzinom per Webex angekündigt. Die Veranstaltung ist als ärztliche Fortbildung vorgesehen.

Auch bei den Regeln für die Meldung von Erkrankungen hat sich etwas verändert: Seit dem 1. September 2026 gilt eine geänderte Meldepflicht für Präkanzerosen des Gebärmutterhalses. CIN 2 ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr meldepflichtig. Eine bundesweite Analyse von Krebsregisterdaten wies am 1. September 2026 außerdem auf erste positive Effekte des neuen Gebärmutterhalskrebs-Screenings hin, darunter eine verbesserte Früherkennung und ein Rückgang invasiver Adenokarzinome.

Am 19. August 2026 veröffentlichte das KKRBB zudem eine Stellenausschreibung für die Position „Leitender Tumordokumentar (m/w/d)“. Während im Atrium des Klinikums heute gesprochen, gefragt und beraten wird, laufen andernorts also bereits die nächsten Auswertungen, Konferenzen und Dokumentationsprozesse an.