Im Rampenlicht der Wasserforschung steht Professor Thorsten Wagener, Ph.D., der am 7. Mai 2026 auf der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien mit der begehrten John Dalton-Medaille ausgezeichnet wurde. Diese Ehrung wird seit 1998 verliehen und hebt herausragende Beiträge im Bereich der Geowissenschaften hervor. Wagener ist der erste deutsche Wissenschaftler, der diesen Preis erhält. Er arbeitet an der Universität Potsdam und leitet die Initiative „Potsdam WaterHub“, die sich der Vernetzung von Wasserforschenden in Brandenburg widmet.

Wagener ist bekannt für seine umfassenden Analysen hydrologischer Systeme und seine prozessbasierte Bewertung hydrologischer Modelle. Seine Forschung konzentriert sich auf die Bewertung hydrologischer Bedingungen und die Vorhersage zukünftiger Risiken, insbesondere die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen auf das Wasserangebot. Dabei betont er die Notwendigkeit eines vorausschauenden Verständnisses des Wasserkreislaufs, insbesondere im Kontext klimatischer Veränderungen und der Ressourcennutzung. Wie die Universität Potsdam berichtet, nutzt seine Arbeitsgruppe empirische und prozessbasierte Modelle zur Simulation des Wasserkreislaufs und entwickelt innovative Werkzeuge für globale Sensitivitätsanalysen, die bereits international eingesetzt werden.

Neueste Entwicklungen in der Klimaforschung

Im Rahmen seiner Arbeit werden stetig neue Modellierungsmethoden für extreme Wetterereignisse entwickelt. Diese Fokussierung auf die Verbesserung der Quantifizierung von Klimarisiken auf regionaler Ebene geht Hand in Hand mit den Anstrengungen seines Instituts, um nützliche Lösungen für den Klimaschutz zu finden. Zudem wird systematisch an Modellvergleichen im Rahmen des ISIMIP-Projekts gearbeitet, welches sich sowohl mit hydrologischen als auch mit forstwirtschaftlichen Aspekten beschäftigt. Dies zeigt sich auch in der Analyse sektorübergreifender Rückkopplungen, die für die öffentliche und private Sektoren von Interesse sind.

Ein zentrales Anliegen von Wagener und seinem Team ist die Unterstützung der Anpassungsplanung, insbesondere in Bereichen wie Landwirtschaft, Wasserressourcen und biologische Vielfalt. Durch die Modellierung des Nexus zwischen Wasserkraft, Ernährung und Klima werden entscheidende Ergebnisse für Regionen in Europa, Afrika, Lateinamerika und Asien bereitgestellt. Diese Ergebnisse dienen als Grundlage für wirtschaftliche Bewertungen auf nationaler Ebene und tragen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit in Zeiten des Wandels bei.

Mit dieser Auszeichnung und den kontinuierlichen Fortschritten in der Forschung setzt Wagener ein klares Zeichen für die Bedeutung der Wasserforschung in der heutigen Zeit. Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch darum, wie diese Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden können, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Wie die Initiative „Potsdam WaterHub“ zeigt, wird hier ein gutes Händchen für die Vernetzung und den Austausch unter Experten bewiesen – ein wertvoller Schritt auf dem Weg zu nachhaltigen Wasserressourcen.

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