SG Uni Greifswald/Loitz vor langer Auswärtsfahrt nach Lübbenau
Die SG Uni Greifswald/Loitz macht sich am Samstag auf die längste Auswärtsfahrt der Saison. Um 18 Uhr wird die Partie bei der TSG Lübbenau 63 angepfiffen. Für die Mannschaft von Trainer Jürgen Radloff geht es dabei nicht um einen gemütlichen Betriebsausflug, sondern um zwei Punkte.
Mit einem Sieg würde die SG insgesamt zehn Pluspunkte erreichen. Das wäre laut Radloff ungefähr die Hälfte der Zähler, die für den Klassenerhalt nötig sind. Die Ausgangslage wirkt zunächst ordentlich: Vier der bisherigen fünf Saisonspiele hat Greifswald/Loitz gewonnen. Lübbenau kommt dagegen bislang auf einen Sieg und vier Niederlagen und steht aktuell auf dem drittletzten Tabellenplatz.
Radloff warnt vor einem unbequemen Gegner
Ganz so einfach will der Trainer die Sache aber nicht rechnen. Lübbenau sei „unbequem“, sagt Radloff. Tabellenposition und bisherige Ergebnisse des Gegners dürften nicht überbewertet werden. Entscheidend sei vielmehr, dass seine Mannschaft die eigene Leistung und ihr Potenzial abrufe. Wenn das gelingt, sieht Radloff gute Chancen, Punkte aus Lübbenau mitzunehmen.
Wie eng solche Spiele laufen können, zeigt der direkte Vergleich aus der Spielzeit 2024/25: Am 7. Dezember 2024 gewann die SG Uni Greifswald/Loitz zu Hause gegen die TSG Lübbenau 63 mit 35:31. Im Rückspiel am 3. Mai 2025 setzte sich Greifswald/Loitz in Lübbenau mit 31:30 durch. Ein Tor Unterschied – viel mehr Spannung passt kaum in eine lange Busfahrt.
Die Saison 2024/25 im Spielplan
Der von der SG veröffentlichte Spielplan der Vorrunde 2024/25 begann am 7. September 2024 mit einer 25:36-Heimniederlage gegen den Ludwigsfelder HC. Am 14. September folgte ein 24:40 beim HV GW Werder e.V., ehe gegen HC Empor Rostock II mit 29:27 der erste Sieg gelang. Danach verlor die SG beim SV Warnemünde 24:31.
Am 12. Oktober gab es gegen den TSV Rudow ein 34:34. Beim BFC Preussen unterlag Greifswald/Loitz am 19. Oktober knapp mit 31:32, gegen den HSV Insel Usedom folgte am 26. Oktober ein 21:25. Auch gegen die SG OSF Berlin blieb die SG am 2. November beim 24:26 ohne Punkte. Beim Spiel gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin am 10. November stand es am Ende 25:29.
Im November ging es weiter mit einem 30:36 gegen den MTV 1860 Altlandsberg und einem 28:32 beim SV Fort. 50 Neubrandenburg. Dann kam der bereits erwähnte Erfolg gegen Lübbenau. Anfang 2025 verlor die SG beim Ludwigsfelder HC 27:40 und zu Hause gegen den HV GW Werder e.V. 26:36. Gegen die SG Hermsd.-Waidm.lust stand am 1. Februar ein 25:27 auf der Anzeigetafel.
Es folgten ein 25:21 gegen den SV Warnemünde, ein 29:35 beim TSV Rudow und ein 29:23 gegen den BFC Preussen. Auf das 35:38 beim HSV Insel Usedom und das 24:36 bei der SG OSF Berlin folgte zu Hause gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin ein 34:38. Im April gewann Greifswald/Loitz beim MTV 1860 Altlandsberg 29:28 und schlug den SV Fort. 50 Neubrandenburg mit 42:27. Beim HC Empor Rostock II gab es am 27. April eine 28:34-Niederlage.
Nach dem 31:30 in Lübbenau gewann die SG am 10. Mai 2025 schließlich noch 40:24 gegen die SG Hermsd.-Waidm.lust. In den angesetzten Partien finden sich damit enge Abende, deutliche Rückschläge und einige torreiche Heimspiele – für Radloff ist am Samstag trotzdem nur eines wichtig: dass seine Mannschaft diesmal in Lübbenau ihr eigenes Spiel auf die Platte bringt.
Ein Blick zurück nach Berlin und Brandenburg
Die Begegnung mit dem HV GW Werder e.V. hat zudem eine ältere Vorgeschichte. Am 2. April 2022 gewann die SG Uni Greifswald/Loitz dort in der Oberliga Männer Ostsee-Spree, Staffel Nord, mit 31:29. Gespielt wurde in Halle 4825, als Schiedsrichter waren Köpp/Prei eingetragen.
Am selben Abend endete VfL Tegel gegen VfV Spandau in Halle 483 mit 29:29; geleitet wurde die Partie von Beif/Geri. SV Fortuna 50 Neubrandenburg besiegte in Halle 024 die SG NARVA Berlin mit 25:20, die Schiedsrichter hießen Lehm/Prok. Außerdem gewann der HSV Insel Usedom in Halle 010 gegen BTV 1850 mit 25:21, gepfiffen von Borc/Grün.
Eine Woche später, am 9. April 2022, schlug der HV GW Werder e.V. BTV 1850 mit 38:19. Austragungsort war erneut Halle 4825, Enge/Krak leiteten das Spiel. VfV Spandau gewann in Halle 564 gegen SV Fortuna 50 Neubrandenburg 23:21; angesetzt waren Fran/Fric. In Halle 483 verlor der VfL Tegel gegen die SG Uni Greifswald/Loitz 27:30, mit Hein/Schu als Schiedsrichtern.
Das Spiel HSV Insel Usedom gegen SG NARVA Berlin wurde am 9. April 2022 um 19 Uhr in Halle 010 angesetzt, ein Ergebnis ist im Artikel jedoch nicht angegeben. Am 13. April 2022 folgte in Halle 203 BTV 1850 gegen VfV Spandau: 23:29, geleitet von Lomp/Baye. Heute, am 17.10.2026, schaut man an der Uni Greifswald auf die nächste lange Reise – und auf zwei Punkte, die Radloff gern mit zurückbringen würde.
