In der Welt der Wasserwirtschaft gibt es derzeit spannende Entwicklungen. An der Technischen Universität Braunschweig wird das Projekt „ForeCoast“ unter der Leitung von Prof. Kai Schröter vom Leichtweiß-Institut für Wasserbau vorangetrieben. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines intelligenten Wasser- und Energiemanagementsystems, das sowohl Hochwasserschutz als auch Energieeffizienz und Versorgungssicherheit in den Fokus rückt. Diese Initiative wird mit rund 1,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMFTR) gefördert und spiegelt das zunehmende Interesse an Resilienz und Klimaanpassung wider, wie sie auch im DWA-Themenband „Resilienz im Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement“ thematisiert werden. Dieser behandelt Strategien, die es Wasserinfrastrukturen ermöglichen, auf extreme Wetterereignisse zu reagieren und Schäden zu minimieren – ein zentraler Aspekt in der heutigen Wasserwirtschaft, der auch von IBMOLT hervorgehoben wird.

Aber nicht nur an der TU Braunschweig wird geforscht. Das Projekt „ReKoMi“ in Niedersachsen zielt darauf ab, die Krisenfähigkeit von Mittelspannungsnetzen zu stärken, eine Zusammenarbeit, die von wichtigen Institutionen wie der Universität Bremen und der Universität Oldenburg unterstützt wird. Freiburg hat sich in diesem Kontext als Beispiel hervorgetan, indem es innovative Ansätze zur Resilienzsteigerung, wie temporäre Retentionsbecken, umsetzt. Mit solchen Maßnahmen wird versucht, die Wasserresilienz in urbanen Räumen zu verbessern, was auch in der Wasserresilienzstrategie der EU zur Sprache kommt. Diese Strategie sieht vor, die Wasserversorgung in Europa nachhaltig zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern.

Forschung und Lehre an der TU Braunschweig

Im wissenschaftlichen Austausch kommt es bald zur Antrittsvorlesung von Prof. Thomas Koller, der am 15. Juli über „Transport im Grenzbereich – Bewegte Zeiten für die Thermodynamik?” referiert. Darüber hinaus wird das Reallabor für nachhaltiges Bauen auf dem Okerhochhaus umgestaltet, um moderne Technologien wie Wärmepumpen und Flächenheizsysteme einzuführen. Dies sind wichtige Schritte, um das Prinzip nachhaltigen Bauens an der Universität zu fördern.

Parallel dazu wird das Gemeinschaftscafé „Pre-Work & -Study“ am 16. Juli im Architekturpavillon stattfinden. Dies ist eine Gelegenheit für Studierende, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und zu vernetzen. Höhepunkte der kommenden Woche sind auch die Vorstellung von Ergebnissen beim Tag der jungen Softwareentwickler*innen und der Architektur-Rundgang am 17. Juli, die das Engagement und die Kreativität der Studierenden präsentieren.

Innovationen und Zusammenarbeit

Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist die Beteiligung des Betonkanu-Teams „Baulöwen“ an der 20. Betonkanu-Regatta in Brandenburg. Obwohl die Platzierung nicht auf dem Siegerpodest war, konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, die zukünftige Entwicklungen im Wasserbau unterstützen.

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Abgerundet wird das Programm durch den ersten Förderaufruf der Partnerschaft „Raw Materials Partnership for the Green and Digital Transition“, mit einer Einreichungsfrist bis zum 22. September. Dies zeigt den Trend hin zu interdisziplinären Ansätzen und der Notwendigkeit, Resilienz in Planung und Infrastruktur zu integrieren.

Diese Aktivitäten an der TU Braunschweig sind Teil eines größeren Trends in Europa, wo die Wasserversorgung als fundamentales Gut zunehmend in den Blickfeld rückt. Die EU-Kommission hat daher eine umfassende Strategie zur Verbesserung der Wasserresilienz ausgearbeitet, um den Herausforderungen des Klimawandels und dem steigenden Wasserbedarf entgegenzuwirken. Bis 2030 könnte der weltweite Wasserbedarf die verfügbaren Ressourcen um 40 % übersteigen, was dringende Maßnahmen zur Verbesserung der Wassereffizienz und die Einführung intelligenter Wasserwirtschaftspraktiken erforderlich macht. Diese Entwicklungen sind nicht nur entscheidend für die Umwelt, sondern haben auch weitreichende wirtschaftliche und soziale Implikationen für das Leben in Europa.