Andreas Dertinger hat im Mai 2026 die Position des Juniorprofessors für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienbildung und Medienerziehung an der Universität Bremen übernommen. Mit einem Hintergrund in Sonderpädagogik und Bildungsforschung von der PH Ludwigsburg bringt er nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung aus verschiedenen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern mit. uni-bremen.de berichtet, dass Dertinger sich in seiner Lehre und Forschung der Herausforderung der zeitgemäßen Medienbildung in unserer digital geprägten Gesellschaft widmet.

Seine Forschungsinteressen umfassen zentrale Themen wie die medienpädagogische Professionalisierung, die Entwicklung von Schulen und Organisationen sowie perspektivische Ansätze zu relationaler Medienbildung. Sein Ziel ist eine aktive Weiterentwicklung der Medienbildung innerhalb der Schulen und der gesamten Bildungslandschaft. Während seiner Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beschäftigte er sich intensiv mit dem professionellen Medienhandeln von Lehrpersonen.

Medienbildung und ihre Wichtigkeit

Die Bedeutung von Medienbildung in der heutigen Zeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In einer Welt, in der die digitale Kommunikation immer zentraler wird, sind sowohl Medienkompetenz als auch Medienbildung unerlässlich. bpb.de hebt hervor, dass Medienkompetenz die kritische und kreative Nutzung von Online-Netzwerken einschließt. Dies wird besonders relevant, wenn man bedenkt, dass viele Jugendliche zunehmend nichtjournalistische Nachrichtenangebote nutzen und wenig Interesse an klassischen journalistischen Inhalten zeigen.

In den letzten Jahren gab es zudem einschneidende gesellschaftliche Veränderungen, die durch den mediellen Wandel beeinflusst wurden. Dabei veranschaulicht das Beispiel der sozialen Medien, wie Plattformen wie Instagram und TikTok den Druck auf junge Menschen erhöhen können, sich bestimmten Schönheitsidealen anzupassen. Dies zeigt sich ebenso in der steigenden Zahl von Schönheitsoperationen in Deutschland, die vor der Pandemie um 9% zugenommen hatte und nach einem Rückgang während der Pandemie nun einen Boom erlebt. Die Frage nach dem Einfluss von bearbeiteten Selfies auf die Ansprüche der Patient*innen wird von 85% der Ärzte als gegeben erachtet.

Die Rolle der Medienpädagogik

Dertingers Ansatz zur Medienbildung fokussiert sich auf die Verbindung von Theorie und Praxis, um eine umfassende medienpädagogische Professionalisierung zu fördern. In seiner Post-Doc-Phase erweiterte er seine Forschungsperspektive auf die gesellschaftlichen und strukturellen Bedingungen des medienpädagogischen Handelns und konnte bedeutende Einsichten in die Herausforderungen und Möglichkeiten innerhalb der Schul- und Organisationsentwicklung gewinnen. Diese Mehrdimensionalität der Medienbildung ist in einer Zeit, in der das Bildungswesen vor der Herausforderung steht, sich an die rapide Veränderungen anzupassen, besonders entscheidend.

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Insgesamt ist Dertingers Arbeit nicht nur für die Universität Bremen von Bedeutung, sondern hebt die Notwendigkeit hervor, Medienbildung als integralen Bestandteil der Bildungslandschaft in Deutschland zu betrachten. Die Grundlagen seiner Forschung stellen somit einen wertvollen Beitrag zu einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit den Anforderungen und Möglichkeiten der Medienpädagogik dar. medienpaed.com listet weitere relevante Ressourcen zur Professionalisierung in der Medienpädagogik, die Fond zur Weiterentwicklung von Medientheorien und -konzepten bieten.