In der aufstrebenden Gründungslandschaft Norddeutschlands spielen die Universitäten Oldenburg und Bremen eine zentrale Rolle. Hier treffen sich Kreativität und Innovationsgeist, insbesondere durch die lange Zusammenarbeit von Anne-Kathrin Guder und Franziska Gloeden. Ihre Partnerschaft, die vor fünf Jahren an der Universität Oldenburg begann, spiegelt nicht nur den Austausch von Ideen wider, sondern ist auch ein Beispiel für das Engagement in der Startup-Förderung. Guder, einst Teamleiterin im Referat Forschung und Transfer und heute eine treibende Kraft der Gründungsförderung, hat klare Visionen für die Zukunft: „Wir möchten mehr Startups aus unseren Hochschulen hervorbringen und die bestehenden in der Region halten“, erklärt sie. Dies erfordert ein starkes Innovationsökosystem, um die Attraktivität für Gründerinnen und Gründer zu erhöhen. Gemeinsam mit Gloeden, die als Teil des BRIDGE-Verbundes aktiv ist, wird an der Vernetzung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten in Oldenburg gearbeitet.
Das Gründungs- und Innovationszentrum, das sich an der Ammerländer Heerstraße in Oldenburg befindet, hat sich als zentrale Anlaufstelle für Gründungsinteressierte etabliert. Hier finden Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, journalistische Alumnis und auch jene ohne feste Gründungsidee Unterstützung. Diese Initiative ergänzt die Bemühungen von Guder und Gloeden, die stark auf Kooperationen setzen, um den Austausch zu fördern und internationale Perspektiven, etwa durch die Partnerschaft mit der Universität Groningen, einzubeziehen. Ein solcher Ansatz öffnet Türen für neue Ideen und lädt dazu ein, auch über den Tellerrand hinauszuschauen.
Stärkung des Innovationsökosystems
Die Bedeutung eines gut funktionierenden Innovationsökosystems wird im Kontext der aktuellen Herausforderungen in Deutschland immer deutlicher. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt es zwar eine starke Forschungslandschaft, doch der Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis bleibt ein Hindernis. Programme wie das Clusters4Future unterstützen Netzwerke, die sich aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammensetzen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Die Region profitiert von diesen Fördermaßnahmen, indem sie nicht nur die wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzt, sondern auch deren Anwendung fördert.
In Zusammenarbeit mit der hoi startup factory und dem BRIDGE-Verbund engagieren sich Guder und Gloeden aktiv, um das örtliche Startup-Ökosystem weiter auszubauen. Beide streben das Ziel an, die Zahl der Unterstützer in der Gründungsförderung zu verdoppeln. Solche Schritte sind notwendig, um den Innovationsstandort Oldenburg und Bremen im internationalen Wettbewerb zu stärken und weiterhin attraktive Bedingungen für Gründerinnen und Gründer zu schaffen.