Persönlichkeit im Profifußball: Bremermanns spannende Studie enthüllt Geheimnisse!
Im Fußball dreht sich nicht alles nur um Technik und Taktik. Die Persönlichkeit der Spieler spielt eine entscheidende Rolle, wie eine neue Studie von Björn Bremermann, dem frisch ernannten Chef-Coach der U-19-Mannschaft von Werder Bremen, zeigt. Bremermann untersucht im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Universität Vechta, wie diese Merkmale die Profi-Karriere von Fußballern beeinflussen. Er befragt Spieler aus der Bundesliga, der Nationalmannschaft und auch von Champions-League-Vereinen.
Bremermanns Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die Persönlichkeit der Spieler ihre Karrieren formt und umgekehrt, wie solche Karrieren die Menschen hinter den Spielern verändern. Dabei sind die ersten Erkenntnisse bereits vielversprechend: Der Umgang mit Druck stellt sich als zentrale Fähigkeit für den Erfolg im Profifußball heraus. Ein Nationalspieler berichtete gar, dass er während des WM-Viertelfinals 2006 gegen Argentinien so gelassen war, dass er den Druck nicht einmal spürte.
Der Einfluss der Persönlichkeit
Interessanterweise zeigen die Daten, dass fußballerische Qualitäten zwar wichtig sind, aber allein nicht ausreichen. Bremermann betont, dass ein Spieler, der nur über eine „Mentalität“ verfügt, es nicht in die Bundesliga schafft. Es kommen Unterschiede in den Persönlichkeiten der Top-Spieler zum Tragen, wie etwa ein starkes Selbstbewusstsein, welches jedoch nicht bei allen in gleichem Maße ausgeprägt ist. Darüber hinaus müssen Spieler in der Lage sein, sowohl Misserfolge als auch Erfolge gesund einzuordnen.
Ein weiteres Licht auf die psychologischen Eigenschaften von Profi-Spielern werfen die Ergebnisse einer internationalen Studie, die über 200 Fußballer aus Brasilien und Schweden untersucht hat. Dabei wurde festgestellt, dass diese Spieler nicht nur hohe Flexibilität und Problemlösungsfähigkeiten in wechselhaften Situationen aufzeigen, sondern auch optimistischer und extrovertierter sind als ihre Altersgenossen aus der Kontrollgruppe. Deutschlandfunk Nova hebt hervor, dass auch Selbstdisziplin und ein starker Wille zur Zielerreichung zentrale Eigenschaften sind, während die Kooperationsbereitschaft unter Profi-Spielern eher gering ausfällt. Dies könnte daher rühren, dass der steinige Weg an die Spitze des Fußballs oft soziale Verträglichkeit als Hindernis erscheinen lässt.
Motivation und mentale Stärke
Die Psychologie des Fußballs hat noch viele Facetten. Die Motivation ist laut Der Rottenberg entscheidend für den Erfolg einer Mannschaft. Spieler sollten dazu in der Lage sein, ihre persönlichen Grenzen zu überwinden, was durch ein positives Teamklima gefördert wird. Dazu gehören Trainer, die mit bewährten Techniken wie Visualisierung und positivem Denken die mentale Stärke ihrer Spieler erhöhen. Auch das Stressmanagement ist eine Schlüsselqualifikation, um den Druck von außen zu bewältigen.
Darüber hinaus beeinflusst die Teamdynamik den Gesamterfolg: Gute Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind unerlässlich. Emotionen spielen eine große Rolle; wer emotional ausgeglichen ist, kann bessere Entscheidungen treffen und sich auch in Krisensituationen besser behaupten. In der Gesamtheit verdeutlicht die Forschung, dass die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Spieler im Profisport von großer Bedeutung sind.
In einem Sport, der Millionen begeistert, zeigt sich: Der Weg zum Erfolg führt nicht nur über körperliches Können, sondern auch über die Förderung und das Verständnis der psychologischen Prozesse, die Spieler und Teams prägen.
