Am 20. November liest Thorsten Sueße in der Lindener Buchhandlung in Hannover aus seinem Kriminalroman „Rita, Beatles und ein Mord“. Der Eintritt ist kostenlos. Für manche klingt das nach einem ruhigen Abend zwischen Bücherregalen; die Geschichte selbst beginnt allerdings mit einem Blitzschlag auf einer Pferdeweide.

Es ist ein schwüler Sommertag im Jahr 1968, als die Beatles-Fanin Rita bei Hannover vom Blitz getroffen wird. Äußerlich bleibt sie nahezu unverletzt. Doch danach steckt sie im Körper der fremden jungen Frau Jana – und ist außerdem 50 Jahre in der Zukunft gelandet, im Jahr 2018. Jana wird verfolgt, weil sie Zeugin eines Mordes geworden ist. Rita weiß zunächst weder von dem Mord noch von der Verfolgung. Hilfe bekommt sie von einem Mann, der ihr glaubt, sich aber selbst für Paul McCartney hält.

Blitz, Beatles und ein Sprung durch die Zeit

Der Roman verbindet eine Familiengeschichte mit Krimi- und Fantasy-Elementen. Die Beatles und ihre Musik spielen darin eine wichtige Rolle. Im Buchhandel erschien „Rita, Beatles und ein Mord“ am 28. September 2026.

Thorsten Sueße, geboren 1959 in Hannover, ist deutscher Arzt und Schriftsteller. Als Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin leitete er bis 2025 den Sozialpsychiatrischen Dienst der Region Hannover. Außerdem arbeitete er als forensischer Gutachter. Seine berufliche Erfahrung und die Zusammenarbeit mit der Polizei fließen in seine psychologischen Kriminalromane und Thriller ein. Die meisten seiner Werke spielen in Hannover und Umgebung; daneben verfasste Sueße wissenschaftliche Arbeiten und Theaterstücke.

Psychiatrie, Mordkommissionen und ein Hamburger Kommissar

Auf seiner Autoren-Website stellt Sueße vor allem Romane aus den Genres Krimi und Psychothriller vor, die überwiegend in Norddeutschland spielen. Er schreibt zwei Krimireihen: In der Reihe um Dr. Mark Seifert erstellt ein hannoverscher Psychiater psychologische Täterprofile für Mordkommissionen und beteiligt sich selbst an Ermittlungen. Bisher sind vier Bände erschienen.

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Die zweite Reihe dreht sich um Raffael Störtebecker, einen kauzigen, geheimnisvollen Kriminaloberkommissar aus Hamburg, der nach seiner Versetzung in Hannover ermittelt. Von dieser Reihe liegen bisher zwei Bände vor. 2018 veröffentlichte Sueße außerdem die Psychothriller-Novelle „Stille Nacht, tödliche Nacht“ in der Weihnachtskrimi-Anthologie „Tannenblut“ des CW Niemeyer Verlags.

Wer zur Lesung Kontakt aufnehmen möchte, erreicht den Autor unter th.suesse@web.de.

Ein Genre mit vielen Schauplätzen

Der Kriminalroman macht gesellschaftliche Ängste, Überzeugungen und Misstrauen sichtbar. Im deutschsprachigen Raum entwickelte sich das Genre über mehrere Phasen: von frühen Detektivgeschichten über sozialkritische Romane der Nachkriegszeit bis zu Regionalkrimis, die unterschiedliche Landschaften als Tatorte nutzen. Hannover und sein Umland gehören bei Sueße auffällig oft dazu.

Das Archiv auf deutsche-krimi-autoren.de versteht sich als Gedächtnis des Genres, nicht als Ranking oder Bestsellerliste. Es versammelt historische Romane, Kirchenkrimis, Kinderkrimis und Großstadtthriller. Neben bekannten Schriftstellern finden sich dort auch regional bekannte Autorinnen und Autoren. Die Einträge nennen jeweils das Werk, den Verlag und – sofern vorhanden – eine frühe Rezension. Als fortlaufende Lektüreempfehlung führt das Archiv durch ein Jahrhundert deutschsprachiger Kriminalliteratur.

Am 20. November geht es in Linden dann um Rita, Jana, einen Blitz und einen Mann mit Paul-McCartney-Komplex. Kein ganz gewöhnlicher Buchabend.