Am 26. September 2026 ist die Lage im mecklenburg-vorpommerschen Feldhockey überschaubar – vorsichtig gesagt. In der vergangenen Saison bestand die MV-Oberliga der Herren nur aus drei Mannschaften: ATSV Güstrow, Schweriner SC und HSG Uni Rostock. Bei den Damen waren es sogar nur zwei Teams.

In der 1. und 2. Bundesliga sowie in der Regionalliga Ost spielt seit längerer Zeit kein Verein aus Mecklenburg-Vorpommern. Nun liegen auch für die Punktspielsaison 2026/27 der MV-Oberligen bislang keine Ansetzungen vor. Damit findet im Herbst 2026 voraussichtlich kein Hockey-Punktspiel auf dem Feld in Mecklenburg-Vorpommern statt. Für die HSG Uni Rostock ist das aus Sicht des Hochschulstandorts eine ziemlich leere Herbstperspektive.

Güstrow wechselt in die Halle

Der ATSV Güstrow konzentriert sich deshalb auf die Hallensaison. Dort gehört die Herrenmannschaft in der Hallenhockey-Regionalliga Ost zur Spitzengruppe. In der vergangenen Saison belegte das Team den dritten Platz und will erneut um die vorderen Plätze mitspielen.

Trainer ist Yan Dominik Rybacki. Als langjähriger Hockey-Chef wird Marco Drenckhan zitiert. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt ohnehin nicht: Im November beginnen die Punktspiele der Hallenhockey-Regionalliga.

Am 7. und 8. November veranstaltet der ATSV Güstrow außerdem in der Sport- und Kongresshalle die 69. Auflage des Wilhelm-Höcker-Turniers. Während draußen auf dem Feld voraussichtlich kein Punktspielbetrieb läuft, dürfte es dort also wieder nach Hallenboden, Schweiß und Hockeyschlägern riechen. Ein Wechsel der Kulisse – aber kein Abschied vom Sport.

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Später Start nach der Weltmeisterschaft

Die Feldhockey-Saison in der 1. und 2. Bundesliga startete wegen der Hockey-Weltmeisterschaften in den Niederlanden und Belgien später. Deutschland gewann das Herrenturnier. Auf Mecklenburg-Vorpommern wirkt der internationale Kalender allerdings nur am Rand: Hier fehlt es vor allem an Mannschaften und an angesetzten Spielen.

So bleibt der Blick in diesem Herbst nach Güstrow und in die Halle gerichtet. Für die HSG Uni Rostock und den Schweriner SC heißt das zunächst: warten, trainieren, irgendwie im Spiel bleiben. Und vielleicht wird aus dem stillen Feldherbst ja ein ziemlich lauter November in der Sport- und Kongresshalle.