Die ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern stehen im Zentrum einer spannenden Veranstaltung, die am 3. Juni 2026 um 17:00 Uhr im Peter-Weiss-Haus in Rostock stattfinden wird. Unter dem Titel „Zwischen Leerstand und Lebendigkeit: Gesellschaftlicher Zusammenhalt in ländlichen Räumen in MV“ lädt die Universität Rostock zusammen mit ihren Kooperationspartnern ROSIS und dem Institut für Soziologie und Demographie zu einem regen Austausch über aktuelle Herausforderungen und Chancen.
Mit dem demografischen Wandel, der abnehmenden Infrastruktur und dem Druck auf bürgerschaftliches Engagement beleuchtet die Veranstaltung zentrale Aspekte des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen. Annett Steinführer wird als Hauptrednerin fungieren, gefolgt von einer Diskussion, an der sowohl Wissenschaftler:innen als auch Praktiker:innen teilnehmen werden. Hierbei wird das Publikum ermutigt, sich aktiv einzubringen. Der Eintritt ist frei, und Interessierte können sich auf der Webseite der Universität Rostock anmelden (Link zur Anmeldung.
Gesellschaftlicher Wandel als Herausforderung
Das Thema ist aktueller denn je, wie der Regierungsbericht über ländliche Räume zeigt, der am 13. November 2024 beschlossen wurde. Dieser Bericht hebt hervor, dass immer mehr Menschen von städtischen in ländliche Gebiete ziehen. Diese Entwicklung wird nicht zuletzt durch die starke Wirtschaftskraft kleiner und mittlerer Unternehmen begünstigt, die fast die Hälfte der Bruttowertschöpfung in Deutschland generieren und dabei eine niedrigere Arbeitslosigkeit bieten als in städtischen Regionen (BMELH.
Dennoch stehen ländliche Räume vor enormen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel, der demografische Wandel, sowie Fragen der Gesundheitsversorgung und nachhaltigen Mobilität stellen die Kommunen vor große Aufgaben. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt mittlerweile in ländlichen Regionen, die als entscheidend für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands gelten und gleichzeitig unberührte Natur und Raum zur Erholung bieten.
Schlüsselrollen des ehrenamtlichen Engagements
Einen wesentlichen Anteil an der Lebensqualität und dem sozialen Zusammenhalt in ländlichen Gebieten hat das ehrenamtliche Engagement. In vielen Orten ist die freiwillige Mitarbeit in Vereinen und Initiativen geprägt von einem starken Gemeinschaftssinn. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die soziale Vernetzung zu fördern und die Herausforderungen, die durch den demografischen Wandel bedingt sind, gemeinsam zu meistern.
Die Veranstaltung in Rostock sperrt das Thema der Teilhabe und des Engagements auf, indem sie die Rahmenbedingungen für die Beteiligung der Bürger:innen weiter verbessern möchte. Die Bundesregierung verfolgt mit Programmen wie den Gemeinschaftsaufgaben GAK und GRW das Ziel, ländliche Räume zukunftsfest und attraktiv zu gestalten, was auch eine gute digitale Infrastruktur mit einschließt.
Ob Gesundheitsversorgung, Mobilität oder gesellschaftlicher Zusammenhalt – es gibt viel zu diskutieren und zu tun. Durch den Austausch bei der bevorstehenden Veranstaltung sollen neue Denkansätze entstehen, die helfen, die Herausforderungen aktiv anzugehen und den ländlichen Raum lebendig zu gestalten. Für mehr Informationen steht Mette Bluhm von der Universität Rostock zur Verfügung: Tel.: +49 381 498-4046, Email: mette.bluhm@uni-rostock.de.