Innovationspreis 2026: NPO Law Clinic begeistert mit Pro Bono-Projekt!
Am 1. Juli 2026 wurde das innovative Projekt der NPO Law Clinic mit dem Innovationspreis 2026 des Verbands der Privaten Hochschulen e.V. in der Kategorie Lehre, Didaktik & Student Experience ausgezeichnet. Dieses außergewöhnliche Engagement trägt den Titel „Studium pro bono publico – Studierende informieren die Zivilgesellschaft“. Studierende der Bucerius Law School und der Leuphana Universität Lüneburg haben unter der Leitung von Dr. Tim Maciejewski, Projektleiter der NPO Law Clinic, entscheidend an diesem Projekt mitgewirkt. Der innovative Ansatz überzeugte die Jury vor allem durch die verständliche und praxisnahe Aufbereitung von rechtlichen Informationen.
Was genau macht das Projekt so besonders? Die Rechtstipps richten sich insbesondere an gemeinnützige Organisationen in Deutschland, um diesen bei rechtlichen Fragen zur Seite zu stehen und Ehrenamtliche in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Die NPO Law Clinic arbeitet seit vielen Jahren mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) zusammen, um juristische Beratung zu fördern. Dabei erstellen die Studierenden im Rahmen eines Seminars umfangreiche Rechtstipps zu relevanten Themen, die rechtlich korrekt und dennoch verständlich verfasst sind.
Die Rolle der Studierenden
Die bereits erwähnten Studentinnen Julie und Sofie, beide aus dem Jahrgang 2024, engagieren sich aktiv in der NPO Law Clinic. Julie betont, wie sehr sie es schätzt, anderen dabei zu helfen, ihre ehrenamtlichen Projekte zu verwirklichen. Sofie hebt hervor, dass diese Rechtstipps einen niedrigschwelligen Zugang zu rechtlichen Informationen bieten, was für viele gemeinnützige Organisationen essenziell ist.
Im Rahmen ihres Engagements haben beide auch persönliche Herausforderungen erlebt. Julie arbeitete an einem Rechtstipp zum Ausschluss eines Vereinsmitglieds und fand es herausfordernd, die nötige Verständlichkeit zu wahren. Für Sofie ist die klare Formulierung ohne Quellenangaben in den Rechtstipps von zentraler Bedeutung. Dieser Prozess hat beiden Studentinnen nicht nur ein gesteigertes Selbstbewusstsein gegeben, sondern auch einen wichtigen Einblick in die rechtliche Praxis ermöglicht.
Der Kontext der NPO Law Clinics
Law Clinics, wie die NPO Law Clinic, sind eine wichtige Ergänzung zur juristischen Ausbildung in Deutschland. Sie bieten nicht nur kostenlose Rechtsberatung in gesellschaftlich relevanten Bereichen, sondern kombinieren auch juristische Ausbildung, ehrenamtliches Engagement und praktische Berufserfahrung. An vielen deutschen Universitäten sind solche Clinics mittlerweile etabliert und variieren in ihren Konzepten; während einige an langfristigen Projekten mit Nichtregierungsorganisationen arbeiten, liegt der Fokus anderer auf individueller Rechtsberatung.
Unterstützt werden die Studierenden durch erfahrene Anwält*innen, die entweder das Mandatsverhältnis übernehmen oder als Supervisoren fungieren. Diese Unterstützung erleichtert den Studierenden den Zugang zum Berufsfeld und fördert gleichzeitig den Wissenstransfer aus der Theorie in die Praxis. Hierbei wird die Bedeutung von Einrichtungen wie dem Dachverband Studentischer Rechtsberatungen (DSR) deutlich, der die Arbeit studentischer Rechtsberatungen in Deutschland koordiniert und deren Interessen vertritt.
Der DSR bietet nicht nur Austauschplattformen und Vernetzungstreffen, sondern auch Weiterbildungsangebote. So wird sichergestellt, dass die studentischen Rechtsberatungen qualitativ hochwertige Unterstützung leisten können. Ziel ist es, die Rechtsberatung flächendeckend und rechtskonform anzubieten, was sowohl für die Rechtsuchenden als auch für die Studierenden ein Gewinn ist. Mit der Auszeichnung der NPO Law Clinic wird einmal mehr unterstrichen, wie wertvoll solche Projekte für die Gesellschaft sind und wie sie gleichzeitig zur praxisnahen Ausbildung junger Jurist*innen beitragen.
